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Finger auf Defizite gelegt

Der Gemeinderat sieht sich im aktuellen GPK-Bericht mit Kritik konfrontiert. Zu reden geben eine Stellenaufstockung und Verbesserungspotenzial beim Personaldienst.
Martin Schneider
Im Fokus der GPK: Die Arbeit der Gemeindeverwaltung Herisau. (Bild: APZ)

Im Fokus der GPK: Die Arbeit der Gemeindeverwaltung Herisau. (Bild: APZ)

Von «Erstaunen» und «Kompetenzüberschreitung» schreibt die Geschäftsprüfungskommission (GPK) betreffend den Stellenprozenten in der Lohnbuchhaltung der Gemeinde Herisau. Nachzulesen ist dies im aktuellen GPK-Bericht über das Geschäftsjahr 2017. In diesem hat die Kommission erneut die Arbeit der einzelnen Ressorts der Gemeindeverwaltung Herisau überprüft. Nebst mehrheitlich lobenden Worten finden sich auch ein paar Beanstandungen.

(GPK)

So schreibt die GPK unter anderem von einer Aufstockung um 80 Stellenprozente bei der Lohnbuchhaltung. Diese Aufstockung sei zwei Monate nach der Genehmigung des Stellenplans durch den Einwohnerrat erfolgt. Folglich stellt sich für die GPK die Frage, ob die Problematik der Unterbesetzung nicht bereits länger bekannt gewesen sei und sie hält weiter fest: «Die daraus resultierende Lohnsumme stellt bei der GPK eine klare Kompetenzüberschreitung des Gemeinderates dar.» Laut dem Bericht wurde um Auskunft bei der Gemeindekanzlei gebeten. Diese soll argumentiert haben, es handle sich bei der Anstellung um eine gebundene Ausgabe und falle somit klar in den Kompetenzbereich des Gemeinderates. Weiter ist dem Bericht zu entnehmen, dass diverse Rechtsauskünfte keine eindeutigen Verfehlungen seitens des Gemeinderates ergeben hätten. Die GPK erteilt aber dennoch eine Rüge an die Adresse des Gemeinderates, wonach das Vorgehen bei der Besetzung der Stelle in der Lohnbuchhaltung «äusserst unglücklich» abgelaufen sei. Weiter verortet die GPK Verbesserungspotenzial beim Personaldienst. Die Überprüfung der dortigen Abläufe habe ergeben, dass eingegangene Bewerbungen teilweise nicht weiterbearbeitet worden seien. Eine Dienststelle sei folglich gezwungen gewesen, den Bewerbungsprozess selbstständig durchzuführen, ohne Begleitung durch den Personaldienst. Die Probleme sind gemäss dem Bericht vor allem auf Kommunikationsschwierigkeiten aufgrund der gegenseitigen Stellvertretungen der Mitarbeitenden zurückzuführen.

Hausaufgaben für einzelne Ressorts

Generell legt der Bericht der GPK einen hohen Wert auf die Kommunikation zwischen den einzelnen Abteilungen und Ressorts und die Zusammenarbeit zwischen diesen. Neben positiven Beispielen wie dem Ressort Tiefbau und Umweltschutz nennt der Bericht auch Ressorts, welche an diesen Punkten arbeiten sollten. Darunter fällt etwa das Ressort Hochbau und Ortsplanung. Doppelspurigkeiten und Unstimmigkeiten sollen somit vermieden werden.

Trotz einzelner Kritikpunkte und Empfehlungen vermittelt der Bericht einen mehrheitlich positiven Eindruck über die Arbeit der einzelnen Ressorts. Hervorgehoben werden etwa das gute Arbeitsklima in den Abteilungen, die Entwicklungen in der Schule oder das grosse Engagement im Ressort Soziales.

Hinweis

Der Einwohnerrat hat den Bericht der GPK am Mittwochabend beraten. Über den Ausgang der Debatte wird in der morgigen Ausgabe berichtet.

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