Feuerwehrhaus: Investor gesucht

Herisau entwickelt und verändert sich: Im vierten Teil unserer Serie widmen wir uns dem Entwicklungsareal «Feuerwehrhaus/Schulhaus Bahn». Ende August werden die Liegenschaften zum Verkauf ausgeschrieben.

Patrik Kobler
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Gemeinsam mit einem Investor will die Gemeinde Herisau das Areal «Feuerwehrhaus/Schulhaus Bahn» an der Kasernenstrasse bebauen. (Bild: pd)

Gemeinsam mit einem Investor will die Gemeinde Herisau das Areal «Feuerwehrhaus/Schulhaus Bahn» an der Kasernenstrasse bebauen. (Bild: pd)

HERISAU. Mit der Fertigstellung des neuen Werkhofs für Feuerwehr und Tiefbau Ende Jahr entstehen im Zentrum von Herisau drei Entwicklungsareale. Eines davon betrifft die Parzellen an der Kasernenstrasse mit dem jetzigen Feuerwehrhaus und dem ehemaligen Schulhaus Bahn. Dieses Areal soll neu bebaut werden und das Zentrum aufwerten. Die Gemeinde hat deshalb laut einer Medienmitteilung der Gemeindekanzlei die Mietparteien des ehemaligen Schulhauses informiert und ihnen auf Mitte 2013 gekündigt. Auf Wunsch werden sie bei der Suche nach Geschäfts- oder Wohnraum unterstützt.

Projektierungsprozess begleiten

Die Liegenschaften werden Ende August öffentlich zum Verkauf ausgeschrieben. Dafür wurde ein externer Liegenschaftentreuhänder beauftragt. Auf dem Areal sind gemischte Nutzungen denkbar, die das Zentrum aufwerten. Im Rahmen der Angebote werden Vorstellungen über die zukünftige Bebauung mit einem Nutzungskonzept erwartet. Diese werden neben der Höhe der Angebote in die weiteren Verhandlungen einbezogen. Dem Anbieter, der den Zuschlag erhält, soll dann ein Kaufrecht eingeräumt werden. Erst nach einem begleiteten Projektierungsprozess und nach Vorliegen der Baubewilligung geht das Areal ins Eigentum des Investors über.

Ortsbaulich wichtige Lage

Der Gemeinderat hat sich laut Gemeindebaumeister Christof Simmler ganz bewusst für dieses Vorgehen entschieden. «Man will das gemeindeeigene Areal nicht einfach an den Meistbietenden verkaufen, sondern auf das Nutzungskonzept Einfluss nehmen können.» Er verweist auf die ortsbaulich wichtige Lage des Areals mitten im Dorfkern. Die städtischen Züge der Kasernenstrasse dürften sich nach der Gutenberg-Erweiterung weiter akzentuieren. «Es wird eine relativ dichte Bebauung mit einem grossen Baukörper und verschiedenen Variationen geben», sagt Simmler. Im Rahmen der Zentrumsplanung 2003 sei der Spielraum in einer Studie ausgelotet worden. An dieser werde sich der Investor orientieren müssen.

Die Gemeinde hat sich zudem die Option gesichert, bei einer allfälligen Erweiterung der Gutenberg-Tiefgarage die Zufahrt nutzen zu können.

Über 1 Mio. Marktwert

Zum erwarteten Verkaufserlös äussert sich Christof Simmler nicht. Die Gemeinde hat den Marktwert zu einem früheren Zeitpunkt auf 1,1 Mio. Franken beziffert. Die Schätzungen der parlamentarischen Kommission lagen sogar bei 1,5 Mio. Franken. Verkauft wird das ganze Areal und nicht etwa das Feuerwehrdepot und das Schulhaus Bahn einzeln.

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