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«Eine Überraschung, von der niemand etwas weiss»: Der Appenzeller Strassenkünstler Hannes vo Wald tritt an der Fête des Vignerons auf

Die beiden Appenzeller Kantone bieten am Freitag an der Fête des Vignerons ein vielfältiges Programm. Mit dabei: Hannes vo Wald.
Natascha Arsic/Claudio Weder
Hannes vo Wald wird am Freitag an der Fête des Vignerons unter anderem seine Feuerkunst zum Besten geben. (Bild: PD)

Hannes vo Wald wird am Freitag an der Fête des Vignerons unter anderem seine Feuerkunst zum Besten geben. (Bild: PD)

Am Freitag ist es soweit: Die beiden Appenzeller Kantone haben die Möglichkeit, sich an der Fête des Vignerons in Vevey zu präsentieren. Eine der Hauptattraktionen ist Hannes vo Wald. Der 55-Jährige, der mit bürgerlichem Namen Hannes Irniger heisst, ist bekannt für seine Auftritte als Zauberer, Feuerkünstler, Stelzenläufer und Komiker. Noch zwei Tage dauert es bis zum grossen Auftritt – doch von Nervosität ist bei Irniger, der nicht zum ersten Mal an einem Event von nationaler Grösse auftritt, noch nichts zu spüren. Im Gegenteil: «Die Vorfreude ist so gross, dass ich bereits am Mittwochabend nach Vevey reisen werde», sagt er.

An der Begrüssungsparade des Winzerfests wird Irniger als «Riesenappenzeller» auf Stelzen auftreten und ein Mini-Bloch übers Festgelände ziehen. Genaue Details zu seinem Auftritt, für den er sich drei Wochen lang vorbereitet hat, will er aber noch nicht verraten. Nur soviel:

«Es ist eine Überraschung geplant, von der bislang weder das Appenzeller OK noch das OK der Fête des Vignerons etwas wissen.»

Für Hannes vo Wald ist es eine Ehre, das Appenzellerland vertreten zu dürfen. «Es geht mir vor allem darum, den humorvollen Teil meiner Heimat zu repräsentieren – ohne dabei ins Lächerliche abzurutschen», sagt er. Die Festbesucher zum Lachen bringen will Irniger aber nicht nur an der Begrüssungsparade, sondern auch im Rahmen verschiedener Strassenaktionen. Die Nähe zum Publikum scheut er nicht: Ziel sei es, die Appenzeller Traditionen erfahrbar, hörbar und vor allem ertastbar zu machen.

Abwechslungsreiches Bühnenprogramm

Hannes vo Wald ist aber nicht der Einzige, der am Freitag in Vevey das Appenzellerland vertreten wird. Eröffnet wird die Grossveranstaltung kurz vor dem Mittag mit einer Begrüssungsparade. Daran nehmen alle 120 Appenzeller Mitwirkenden, beide Regierungen sowie das Organisationskomitee teil. Am Nachmittag finden an verschiedenen Orten auf dem Festgelände Auftritte statt. Das Bühnenprogramm, das unter dem Motto «Brauchtum erleben – Vivre les traditions» steht, wird durch ehrenamtliche Darsteller und Vereine bestritten.

Mit viel Tanz, Musik und Strassenkünstlern bieten die Appenzeller den Besuchern ein abwechslungsreiches Programm. Auf den Strassen des Geländes sind neben Hannes vo Wald auch das Comedyduo «Voll Parat», der Strassenkünstler «Mölpi», Alphornbläser sowie die beiden Chlause-Gruppen «Föchslischuppel» und «Muldenschuppel» aus Teufen zu erleben.

Appenzeller Musik zu Appenzeller Spezialitäten

Auch das traditionelle Appenzeller Handwerk steht im Mittelpunkt: Haarflechterinnen, Chüelischnitzer, Weissküfer, Hackbrettbauer, Sennensattler sowie eine Bauernmalerin zeigen ihr Können. Zudem sind die drei Appenzeller Sennen aus der Käsewerbung vor Ort.

Für Unterhaltung auf der Scène Jardin du Rivage sorgt ein «Hierig-Pärli». Beim sogenannten «Hierig» handelt es sich um einen alten Appenzeller Volkstanz. Das Paar zeigt in diesem ausdrucksstarken Tanz alle Emotionen zwischen zwei Verliebten. Begleitet werden sie von der bekannten Streichmusik «Appenzeller Echo». Zudem werden auch Formationen wie «Dörigehnt» oder «Tüfner Gruess» den Festbesuchern die traditionelle Appenzeller Volksmusik näherbringen. Ein weiterer Höhepunkt ist der Auftritt der «Original Appenzeller Streichmusik», einer Grossformation bestehend aus über 15 Instrumentalisten.

Die Trachtengruppe AR/AI präsentiert auf der Scène du Monde die schönsten Trachten aus den beiden Kantonen und tanzt zu traditioneller Appenzellermusik von «Rond om de Säntis» und «Saumchörli Herisau». Auch auf der Scène de l’Aviron werden musikalische Einlagen geboten – etwa vom «Öhrli Chörli» und den «Elephanten Sounders». Nebst Tanz und Musik können die Besucher auch Appenzeller Spezialitäten wie Biber, Käse, Biere und Appenzeller Alpenbitter probieren und kaufen.

«Die Region bekannt machen»

Gerhard Frey, Präsident des Organisationskomitees. (Bild: PD)

Gerhard Frey, Präsident des Organisationskomitees. (Bild: PD)

Wie will das OK das Appenzellische an der Fête des Vignerons präsentieren?
Wir haben eine bunte Zusammenstellung geplant. Die Besucher sollen unsere einheimische Musik und die Tanzgruppen in positiver Erinnerung behalten. Dazu kommen noch die Silvesterkläuse und die Handwerker.

Welche Vorteile bringt dieser Auftritt für die Region?
Dieser Auftritt dient vor allem der Erhöhung des Bekanntheitsgrades unserer Region. Wir wollen von Osten aus gesehen auch hinter Winterthur bekannt sein.

Was waren die grössten Herausforderungen während der Organisation?
Vor allem die Distanz zwischen Vevey und dem Appenzellerland stellte eine grosse Herausforderung dar. Die Planungen vor Ort beanspruchten jeweils einen ganzen Tag, weil man für Besichtigungen vier Stunden nach Vevey fahren musste. (siu)

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