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«Festtage schon im Jeep verbracht»

Herisau Schnee und Fessttage sind eine wunderbare Kombination – aber nicht für Werkhof-Mitarbeiter. Dieses Jahr gab es für die Werkhof-Mitarbeiter über Silvester eine schöne Bescherung: Neuschnee. Was Kinderherzen verzückt, und nicht nur sie, bedeutet für Werkhof-Chef Thomas Schmid und seine Leute Knochenarbeit. In aller Herrgottsfrühe aufstehen, sich durch den Schnee zum Werkhof kämpfen und eine halbe Stunde später mit voller Konzentration an den eingeschneiten Autos vorbeipfaden. Oder vom Essen weglaufen und zum Wohle der anderen stundenlang die Strassen und Trottoirs vom Schnee befreien, oftmals vorbei an festlich erleuchteten Fenstern. Aber ob es nun schneit oder nicht über die Festtage, entspannend sind sie für die Werkhof-Mitarbeiter nie. «Die meisten von uns gehen früh schlafen, manche schon um neun, weil am nächsten Morgen um vier schon der Anruf vom Pikett-Chef kommen kann», sagt Turi Fischbacher. Eine halbe Stunde später sitzt er dann schon hoch konzentriert auf dem Pfadschlitten: Pfaden bedingen manchmal Zentimeter-Arbeit, Festivitäten sind weit weg.

Festessen ade

Auch mit den Festessen ist es so eine Sache. Eine langfristige Planung ist nicht möglich, die Gefahr ist gross, kurzfristig absagen zu müssen, und mehr als ein Glas Wein liegt auch nicht drin. Und wenn aufgrund der Wetterprognosen kein Nachteinsatz droht, ist jeder froh um ein paar ruhige Stunden: «Am liebsten hocke ich einfach mal daheim», so Fischbacher. Der Vater von vier Kindern hat sich an den Job gewöhnt, der auch im Sommer Wochenend-Einsätze beinhaltet: «Ich hatte es auch schon bis hier oben, aber meistens macht es mir nichts aus.» Sonst wäre er nicht schon 28 Jahre dabei. Andere Dinge werden dafür wichtiger: die regelmässige Znünipause, geregelte Essenszeiten, zur gleichen Zeit ins Bett gehen.

Die Familie muss warten

Oft macht die Arbeit auch Spass: Wenn einem Leute an Weihnachten aufmunternd zuwinken, wenn die Kinder einmal mit im Pfadschlitten sitzen oder wenn alle zusammen trotz fünf Tagen Dauereinsatz immer noch motiviert den Schnee abführen. «Solche Erlebnisse sind wirklich ein Highlight», sagt Werkhof-Leiter Thomas Schmid. «Ja, man muss es gerne machen.» (gk)

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