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Festival der Farben in der Kalberhalle

Die Kunst-Tage Lichtensteig der Galerie Hadorn starteten gestern Mittwoch, 9. September, in der Kalberhalle mit der Vernissage von Luz Maria Molinari und Petr Beránek in die zweite Woche. Es werden nun Malereien, Fotografien und Monotypien gezeigt.
Im Rathaus Lichtensteig ist auch diese Woche die Kunst zu Gast. (Bild: Urs M. Hemm)

Im Rathaus Lichtensteig ist auch diese Woche die Kunst zu Gast. (Bild: Urs M. Hemm)

LICHTENSTEIG. Die erste Woche der Kunst-Tage Lichtensteig fand am Sonntag ihren erfolgreichen Abschluss. Kaum haben Jochen Teichert und Kadrie Rodenhäuser ihre Werke abgebaut, beginnen schon die Einrichtungsarbeiten für die nächsten beiden Gäste in Lichtensteig.

Druck-Collagen von Fotos

Am Mittwochabend öffneten sich die Tore der speziell herausgeputzten Kalberhalle für die zweite Woche mit der traditionellen Vernissage und einem Apéro. Mirjam Hadorn, Organisatorin und Galeristin, hofft wiederum auf zahlreichen Besuch und verspricht ein Festival der Farben in den ehrwürdigen Gemäuern des historischen Marktes im Rathaus Lichtensteig.

Der aus Tschechien stammende Waadtländer Petr Beránek zeigt den Gästen einen Querschnitt durch sein breites Schaffen. Druck-Collagen von Fotos und Monotypien, erstellt in der Technik des Gumprints, bei welchem der Abzug eines mit Gummi arabicum bearbeiteten Bildes auf einer Handpresse einmalig gedruckt werden kann.

Abstrakte Malerei im expressionistischen Stil und auf unbehandelter Leinwand, in kräftigen Farben und immer wieder mit Gelb, von dem der Künstler sagt: «Diese Farbe versetzt mich in eine Art Trance, in der ich nicht darüber nachdenke, wie und was ich male.» Die menschlichen Sinne sprechen auch seine Glasobjekte an, die er in der Sandwich-Technik erstellt, bei der das auf Glas gebrannte Bild nochmals zwischen zwei Gläsern eingebrannt wird und damit mehrfache Lichtbrechungen erzeugt. Mit diesen Objekten baut der Künstler Petr Beránek über den Grenzraum zwischen reiner Kunst und dekorativen Gegenständen. Die zweite Künstlerin, Luz Maria Molinari aus Zug, verbrachte ihre Kindheit in Peru und studierte in Luzern Kunst. Ihre Malereien bedienen sich einer eigentümlichen Formensprache, die in Objekt und Farbigkeit an den Hippie-Sommer und den Film «Sergeant Pepper» von 1967 erinnern. Doch mit dieser Verkürzung widerfährt dem Werk der jungen Künstlerin keine volle Gerechtigkeit, denn sie besticht durch das Arbeiten und Experimentieren mit vielen unterschiedlichen Techniken.

Deshalb zeigt sie neben ihren kraftvollen Bildern auch Objekte aus der Reihe «Gras in Bewegung», bei der sie in einem aufwendigen und kunstreichen Recycling gebrauchter Getränkedosen silbrige Flächen wogenden breitblättrigen Grases schafft. Exklusiv für die Kunst-Tage erstellt die Künstlerin in mehreren Etappen in der Kalberhalle ein solches Objekt.

In Stoff verpackte Säulen

Ihr breites künstlerisches Wirken schliesst Luz Maria Molinari mit der Installation «Posting Säulen» ab. Die Säulen der Arkaden des Lichtensteiger Rathauses sind in Stoff eingepackt und die Passanten können ein oder mehrere Postings zum Thema «Integration» anbringen, welches die Kunst-Tage überspannt. Gemäss Mirjam Hadorn stehen die Säulen stellvertretend für die fünf Pfeiler erfolgreicher Integration: Offenheit, Respekt, Anerkennung, Perspektiven und Gleichbehandlung. (pd)

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