Felsabsturz jagt Schrecken ein

Gestern machte eine grosse Staubwolke über dem Walliser Dorf Randa Schlagzeilen. Zünftig erschrocken darüber ist Sonja vom Volksmusikduo Stixi & Sonja. Sie stammt aus Randa, und ihre Gotte lebt noch dort.

Roger Fuchs
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«Unglaublich», kommentiert Sonja zu Hause in Herisau die Bilder vom gestrigen Felsabbruch in Randa. (Bild: rf)

«Unglaublich», kommentiert Sonja zu Hause in Herisau die Bilder vom gestrigen Felsabbruch in Randa. (Bild: rf)

RANDA/HERISAU. Als Sonja vom Schlager- und Volksmusikduo Stixi & Sonja gestern einen Anruf von ihrem Mann bekam, wurde ihr angst und bang. Stixi setzte sie über einen Felssturz in Randa, Oberwallis, ins Bild. Sofort wurden bei der aus diesem Dorf stammenden Sonja Erinnerungen wach. Im April 1991 waren in der Region insgesamt über 30 Millionen Kubikmeter Fels bei mehreren Abstürzen abgebrochen. Sie stauten den Fluss Vispa auf und unterbrachen Verkehrslinien. Als Sonja, die damals nicht mehr in Randa wohnte, nach diesem Ereignis ihr Heimatdorf besuchte, hat sie dies emotional stark mitgenommen. «Die Tränen flossen», erinnert sie sich.

Folglich ist sie über das gestrige Ereignis zünftig erschrocken, zumal ihre 68jährige Gotte nach wie vor in Randa lebt. «Ich war richtig nervös, bis ich sie erreichen konnte», sagt Sonja. Vom Gotti habe sie dann aber erfahren, dass alles relativ harmlos sei und kein Vergleich zum Ereignis im 1991 darstelle. Wie das Gotti erzählte, soll es am Felsen bereits seit Tagen gebröckelt haben. Folglich war man darauf vorbereitet, dass es zu einem Felssturz kommen könnte. Dennoch: Die Felsabbrüche verursachten eine grosse Staubwolke, so dass es kurzzeitig wie beim einem Weltuntergang ausgesehen haben muss, zeichnet Sonja die von ihrem Gotti gehörten Erlebnisse nach. Dann hält sie noch folgendes Detail parat: 1991 geschahen die Felsabbrüche am 18. April, heuer am 22. April.