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FEIER: Wegbereiter in der Pflege

Die Fachhochschule St. Gallen gratuliert 32 Absolventinnen und Absolventen zum Bachelor und Master of Science in Pflege. Zu den Diplomierten gehört eine Toggenburgerin.
Corina Hollenstein aus Ebnat-Kappel hat das Bachelorstudium in Pflege an der Fachhochschule St. Gallen bestanden. (Bild: PD)

Corina Hollenstein aus Ebnat-Kappel hat das Bachelorstudium in Pflege an der Fachhochschule St. Gallen bestanden. (Bild: PD)

Es geht so schnell. Kaum hat man die ersten Ängste ausgestanden, sich für die Herausforderungen zwischen Theorie und Praxis warm gelaufen und mit den Klassenkameradinnen angefreundet, steht man im Saal vor Fachleuten sowie Angehörigen, die einem zum Bachelor- oder Masterdiplom applaudieren. Genauer gesagt sind es 28 diplomierte Pflegefachfrauen und vier Pflegefachmänner, die am 24. Oktober im Pfalzkeller gefeiert werden – darunter Corina Hollenstein aus Ebnat-Kappel, die nun über einen Bachelorabschluss FHO in Pflege verfügt . «Sie haben einen Beruf gewählt, der Mangelware ist. Und so schliessen Sie eine wichtige Lücke in der Pflege», sagt Professorin Birgit Vosseler, Fachbereichsleiterin Gesundheit an der Fachhochschule St. Gallen (FHS). «Sie sind wertvolle Wegbereiter für viele Menschen, weil Sie ihnen in jeder erdenklichen Art und Weise Lebensqualität bieten», ergänzt sie weiter.

Vom Arbeiter zum Künstler

Auch FHS-Rektor Sebastian Wörwag sieht in der Aufgabe der Absolventinnen und Absolventen eine grosse Verantwortung. Versinnbildlicht in einem Zitat von Franz von Assisi: «Der, der mit seinen Händen arbeitet, ist ein Arbeiter. Der, der mit seinen Händen und mit seinem Kopf arbeitet, ist ein Baumeister. Der, der mit seinen Händen, seinem Kopf und seinem Herzen arbeitet, ist ein Künstler.» Er legte den Absolventinnen und Absolventen nahe, nicht nur am Bett des Menschen zu handeln, sondern sich weiterzuentwickeln, den Mut haben, sich zu exponieren und über alledem das Herz einzusetzen. Denn kaum ein anderer Bereich brauche dies so sehr wie die Pflege. «Werden Sie Arbeiter, Baumeister und Künstler zugleich und hinterlassen Sie in der Pflege Ihre Spuren», so Wörwag.

Diese 32 Pflegefachfrauen und -männer haben schon eine Menge erreicht. Da fragt sich Thomas Münzer, Chefarzt der Geriatrischen Klinik St. Gallen, in seiner Rede zu Recht, was man den zielstrebigen, jungen Fachleuten mit auf den Weg geben will. Er besinnt sich seines Werdegangs und kommt zum Schluss: «Der direkteste Weg ist nicht immer der beste. Machen Sie den Spagat zwischen Herz und Verstand, setzen Sie sich kritisch mit der Wissenschaft und Praxis auseinander und bleiben Sie geistig stets am Ball.» Diesen Rat scheinen die Diplomandinnen und Diplomanden schon während des Studiums beherzigt zu haben. Denn Lilian Zech und Melanie Landolt erzählen von ihren Meilensteinen, wie sie Stolpersteine überwunden hätten, Herzströmen hinterher jagten, unzählige Stunden mit dem Lesen von Studien verbrachten und ihr Bestes gegeben hätten, damit es den Dozierenden nie langweilig wurde. «Aus der Klasse wurde eine Familie, die in guten wie in schlechten Zeiten zusammengehalten hat. Jetzt gehen wir alle wieder unseren eigenen Weg», sagt Lan-dolt den Tränen nahe. «Die schlaflosen Nächte haben ein Ende. Zumindest die unbezahlten», sagt Zech schmunzelnd.

Die besten Abschlussarbeiten

Nebst den Diplomen werden zudem die besten Abschlussarbeiten prämiert. Die beste Bachelor-Thesis hat Bigna Fischer geschrieben, unter dem Titel: Auswirkungen einer Lebertransplantation in der Kindheit. Das zweite Ich. «217 Arbeiten habe ich schon bewertet, aber diese ist sowohl in wissenschaftlicher als auch emotionaler Hinsicht einzigartig», begründet Walter Hagmann von der Stiftung Chirurgie seine Entscheidung. Zur besten Master-Thesis wird jene von Nadine Eugster erkoren: Der freiwillige Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit als eine unbekannte Herausforderung in einer Langzeitpflegeinstitution. Den besten Abschluss hat Teresia Bartolomeoli erzielt. (pd)

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