Fehlende Effizienz

Die als Aufstiegsmitfavoriten gehandelten Ebnat-Kappler verloren das Derby bei den Reserven des FC Wattwil Bunt überraschend mit 2:3 (2:2). Eine bittere Niederlage!

Walter Züst
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Simon Appius (in Gelb) bringt die Platzherren in der neunten Spielminute 1:0 in Führung. (Bild: Walter Züst)

Simon Appius (in Gelb) bringt die Platzherren in der neunten Spielminute 1:0 in Führung. (Bild: Walter Züst)

FUSSBALL. Die Kräftevergleiche der beiden 4.-Liga-Teams waren bereits in der letzten Saison bis weit in die zweite Halbzeit hinein umstritten. Am Sonntag lief es ähnlich, mit dem entscheidenden Unterschied, dass die Stadelmann-Elf diesmal die Vorteile in der Schlussphase nicht zu nutzen verstand. Dadurch gab es drei ärgerliche Punktverluste.

Wattwiler starteten besser

In der trefferreichen ersten Hälfte lagen die Vorteile auf Seiten der Platzherren. Das Heimteam trat bei seinem Einstand solidarisch auf und vermochte die Kreise der Ebnat-Kappler häufiger als erwartet zu stören. Aber nicht nur dies: Die Westermann-Elf setzte sich auch offensiv gut in Szene. Bereits nach neun Minuten nutzte Appius die Unentschlossenheit in der Abwehrreihe und lenkte eine Hereingabe Pleithners abgeklärt zum 1:0 ins lange Eck. 13 Minuten später zwang Appius Schlussmann Thoma mit einem perfiden Bogenball zu einer Glanzparade.

Es brauchte ein unnötiges Hands, damit die Ebnat-Kappler ihre Torszene bekamen (26.). Qalaj liess Cristiani vom Elfmeterpunkt keine Abwehrchance (1:1). Nichts zu halten gab es auch, als Stäheli nach einem Steilpass souverän abschloss (1:2). Bei diesem einen Glücksgefühl sollte es bleiben! Morger nutzte die Freiheiten auf der rechten Angriffsseite zu einer Flanke, und Pleithner netzte ein (2:2). Ein Pausenresultat, das den Obertoggenburgern schmeichelte.

Klare Ebnater Vorteile

Nach dem Tee änderte sich das Bild. Die Schritte der Gastgeber wurden kürzer, die Offensivszenen immer rarer. Anders die Gäste. Nun besassen sie mehr Spielanteile und machten auch physisch den stärkeren Eindruck. Nur, mit optischen Vorteilen wurden bekanntlich noch keine Spiele gewonnen. Dies sollte sich mit bitterer Klarheit zeigen. Zuerst versagte Qalaj aus zwölf Metern (58.), dann vergab Stäheli in aussichtsreicher Position (73.). Wer die Chancen nicht nutzt, wird bekanntlich bestraft! Eine Viertelstunde vor Schluss schloss Bösch aus halbrechter Position ab, Thoma liess nach vorne abprallen und Pleithner war zur Stelle (3:2).

Noch blieb den Gästen Zeit, die bittere Niederlage abzuwenden. Weil die Angreifer aus dem Doppeldorf zwischen der 88. und 91. Spielminute gleich vier Gelegenheiten vermasselten, jubelten zuletzt die «platten» Wattwiler.

Spielertrainer Peter Westermann: «Jetzt hat es endlich mal geklappt – mit Glück zwar, aber wir sind happy!» Jürg Stadelmann dagegen war bitter enttäuscht: «Unglaublich, was wir in der zweiten Hälfte an Torchancen ausgelassen haben.»

Cup gegen Bazenheid

Am Mittwoch um 20 Uhr wartet auf die Obertoggenburger auf dem Untersand ein spezieller Leckerbissen. Sie spielen in der Zwischenrunde des regionalen Cups gegen 2.-Liga-Leader Bazenheid.

Matchtelegramm: Wattwil Bunt II – Ebnat-Kappel I 3:2 (2:2). – Grüenau. – 60 ZS – SR: Bouazza Boughrif. – Tore: 9. Appius 1:0. 26. Qalaj 1:1 (Handspenalty). 30. Stäheli 1:2. 33. Pleithner 2:2. 76. Pleithner 3:2. Ebnat-Kappel I: Thoma; Rütsche, Bucher, Blatter, Büsser; Hug (68. Diener), Anderegg, Landert, Aerne (24. Steiner): Qalaj, Stäheli. – Tschumper, Elezi, Mikulanin, Roth und Hinterberger verletzt; Rohner Militär. Wattwil Bunt II: Cristiani; Nyffeler (63. Redzic R.), Hermann Y., Hermann A., Quinter R.; Besnik, Preisig (68. Fischer); Morger (63. Bösch), Westermann (89. Schneider), Appius; Pleithner. – Britt (ET). Gelbe Karten: Landert, Stäheli (Ebnat-Kappel), Pleithner und Appius (Wattwil Bunt).