FDP nominiert Gemeinderatskandidat

Die FDP Wattwil schlägt Michael Steiger als Ersatz für den Gemeinderatssitz des zurücktretenden Konrad Dobler vor. Und beschliesst an der Hauptversammlung, dass künftig mit der FDP Lichtensteig administrativ enger zusammengearbeitet werden soll.

Drucken
Teilen
Ueli Bleiker, GPK Politische Gemeinde (bisher), Christoph Birrer, GPK Politische Gemeinde (bisher), Helen Lusti, GPK Schulgemeinde (bisher), Beat Bleiker, Gemeinderat (bisher), Urs Bichler, Schulrat (bisher), Norbert Stieger, Schulratspräsident (bisher) (von links). (Bild: pd)

Ueli Bleiker, GPK Politische Gemeinde (bisher), Christoph Birrer, GPK Politische Gemeinde (bisher), Helen Lusti, GPK Schulgemeinde (bisher), Beat Bleiker, Gemeinderat (bisher), Urs Bichler, Schulrat (bisher), Norbert Stieger, Schulratspräsident (bisher) (von links). (Bild: pd)

WATTWIL. An ihrer Hauptversammlung vom Montag nominierte die FDP Wattwil einstimmig den Architekten Michael Steiger. Er soll im Gemeinderat den frei werdenden Sitz der FDP halten, nachdem Vizegemeindepräsident Konrad Dobler seinen Rücktritt angekündigt hat.

Gut verankert und vernetzt

Der 27-Jährige arbeitet als Projektleiter bei der Bütschwiler Formateam AG. Biken, Skifahren und Geräteturnen zählen zu seinen Freizeitbeschäftigungen. Michael Steiger ist der Sohn des ehemaligen FDP-Ortsparteipräsidenten Elmar Steiger und engagiert sich stark im Turnverein sowie für das Toggenburger Turnfest 2017. Ferienhalber abwesend, konnte er sich den rund zwei Dutzend Parteimitgliedern nicht persönlich vorstellen. Aktuar Thomas Vögeli strich hervor, dass Michael Steiger als Baufachmann über wichtige Voraussetzungen für das Amt eines Gemeinderates mitbringe, in dem Fragen des Hoch- und Tiefbaus immer bedeutender würden: «Michael Steiger ist in Wattwil gut verankert und vernetzt. Das sind erfolgsverheissende Eigenschaften.» Alle übrigen Behördenmitglieder, die der FDP angehören, stellen sich der Wiederwahl (siehe Box).

CVP-Sitz geht an die SVP

Als Versammlungsleiter anstelle des noch immer unbesetzten Präsidiums warf Vögeli einen Blick auf die bevorstehenden Kommunalwahlen im Herbst. Mit Kampfwahlen sei nicht zu rechnen, die Ansprüche der Wattwiler Parteien stünden im Einklang mit den frei werdenden Sitzen. Die CVP beanspruche den nach dem Rücktritt von Gemeinderätin Marlies Porchet vakanten Sitz nicht, dieser gehe an die SVP, welche ihren Kandidaten demnächst nominieren werde. Seit dem Rücktritt von Ortsparteipräsident Elmar Steiger vor drei Jahren verteilt die Partei die präsidialen Aufgaben auf ihre Vorstandsmitglieder. Einstimmig nahmen die Mitglieder denn die im Qualitätsmanagement tätige Sabine Hug-Hauri als neues Mitglied der Parteileitung auf. Diese setzt sich nunmehr aus Sven Abderhalden, Frederik Müller, Frédéric Schiess, Thomas Vögeli, Ueli Weber sowie Sabine Hug-Hauri zusammen.

Zusammenarbeit Lichtensteig

Einer Anregung der Regionalpartei folgend, legte Versammlungsleiter Vögeli abschliessend dar, wie die Parteileitungen der FDP Lichtensteig und Wattwil künftig enger zusammenarbeiten könnten. Die Lichtensteiger Freisinnigen haben zunehmend Schwierigkeiten, freie Behördenämter zu besetzen, so dass eine Zusammenarbeit mit der Nachbarpartei sinnvoll scheint. Beschlossen wurde, Lichtensteig eine administrative Zusammenarbeit anzubieten, die zudem den Informationsfluss sowie die Teilnahme an gesellschaftlichen Anlässen umfasst; nicht aber eine Zusammenarbeit in kommunalpolitischen Fragen. Auch soll das Vermögen der FDP Lichtensteig im Städtchen bleiben. Dazu sei die Einsitznahme eines Lichtensteigers in der Parteileitung zu prüfen. Vor der eigentlichen Hauptversammlung informierte Thomas Grob, Präsident der Dorfkorporation, über den Projektstand der Arbeiten am Wärmeverbund. Der Leitungsbau sei gegenwärtig schwerpunktmässig in der Thurau sowie an der Unterdorfstrasse im Gange, der Bereich Wilerstrasse bis Dorf sei realisiert. Noch in diesem Jahr erfolge in zwei Etappen die Verlegung der Rohre in der Ebnaterstrasse; bis Mitte 2017 würden auch die Bleiken und die Schomatten an den Wärmeverbund angeschlossen.

In Betrieb Ende September

Die Koordination der Verkehrsführung mit den gleichzeitig angekündigten Tunnelsanierungsarbeiten auf der Umfahrungsstrasse sei gewährleistet. «Wir werden das Hauptnetz wie geplant Ende September in Betrieb nehmen können, obwohl der Leitungsbau wegen der zahlreichen verschiedenen anderen, teilweise gar unbekannten Leitungen eine Herausforderung darstellte», erklärte Grob. Es waren Zahlen und Fakten, die die FDP-Mitglieder in der Fragerunde interessierten: So ist denn ein Gebäudeanschluss trotz der 16 Bar Betriebsdruck und des 90 Grad warmen Wassers möglich, zu Kalkablagerungen kann es wegen fehlenden Sauerstoffs im geschlossenen System nicht kommen. (pd)