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FDP kauft Blumenbörse leer

Glosse
Patrik Kobler

Die FDP hat den grünen Daumen entdeckt: Nach der Rose in Grub, vergibt sie neu in Waldstatt eine Tanne. Eine sympathische Aktion. Man ehrt damit engagierte Leute und sorgt getreu dem Motto «Tue Gutes und sprich darüber» für Publizität. Kein Wunder sollen nun auch die übrigen FDP-Ortsparteien im Kanton nachziehen. Von Bühler bis Wolfhalden machen sich die Verantwortlichen zurzeit Gedanken, wie sie die Idee umsetzen wollen. Unterstützung leistet auch die Leitung der Kantonalpartei. Sie hat kürzlich einen Ausflug in die Blumenbörse in Mörschwil organisiert.

Die Inspiration scheint zu wirken. In Schönengrund beispielsweise sind die Vorbereitungen weit fortgeschritten: Am 14. Februar wird erstmals das «FDP-Vergissmeinnicht» verliehen. Da die MZA bereits anderweitig besetzt ist, findet der Anlass voraussichtlich im Asselkeller statt. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt gratis. Die FDP Wolfhalden plant mit einem Bonsai, und in Heiden soll umweltbewusst in einigen Wochen die Rose aus Grub wiederverwendet werden.

Etwas stachelig mutet der Preis der FDP Trogen an. Sie vergibt nämlich einen Kaktus. Den Preisträger konnten wir bis Redaktionsschluss leider nicht in Erfahrung bringen – denn die verantwortliche Auskunftsperson weilt zurzeit am Lauberhorn – einiges deutet jedoch darauf hin, dass der Kaktus an einen Landwirt gehen könnte. In Speicher hingegen ist der Preisträger bekannt – es ist der verdiente FDP-Präsident himself – die Pflanze wurde jedoch noch nicht bestimmt. Für interne Spannungen sorgt das Vorhaben in Teufen. Eine Metzgerei wollte eine fleischfressende Pflanze stiften, Parteiexponenten bevorzugen aber eine andere Variante und versuchen dieser mit einer Unterschriftensammlung zum Durchbruch zu verhelfen.

In Herisau sieht man sich mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert. Mit einer einzigen Rose möchte sich die FDP Herisau nicht begnügen. Schliesslich ist der unverbriefte Hauptort um einiges grösser als das Vorderländer Nest mit 1000 Einwohnern. Die Herisauer wollen die grösste und schönste Pflanze verleihen – dummerweise haben die Waldstätter mit der Tanne die Latte ziemlich hoch gelegt. Seit den negativen Erfahrungen im Gemeindepräsidenten-Wahlkampf setzt die FDP Herisau ausserdem konsequent auf einheimische Pflanzen. Deshalb soll eine ausgewachsene Stieleiche vergeben werden – Preisträger wird Ständerat Andrea Caroni. Begleitet von einem Festakt mit Bundeshaus-Band, Ansprache von Bundesrat Johann Schneider-Ammann und Auftritt der Patrouille Suisse wird im Sommer die Eiche in den Garten vor seinem neuen Häuschen gepflanzt.

Patrik Kobler

patrik.kobler@appenzellerzeitung.ch

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