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FAUSTBALL: Drei Freunde fahren an die EM

Mit Walzenhausen spielen sie um den Meistertitel, mit der U21-Nati bestreiten sie am Wochenende die EM: Noah Kellenberger, Jérôme Sepin und Stefan Fehle. Das Trio will dem Trainer etwas beweisen.
Mea Mc Ghee
Jérôme Sepin, Noah Kellenberger und Stefan Fehle spielen beim NLA-Verein Walzenhausen. Dieses Wochenende bestreiten die drei jungen Faustballer mit der U 21-Nationalmannschaft die Europameisterschaften in Deutschland. (Bild: Mea Mc Ghee)

Jérôme Sepin, Noah Kellenberger und Stefan Fehle spielen beim NLA-Verein Walzenhausen. Dieses Wochenende bestreiten die drei jungen Faustballer mit der U 21-Nationalmannschaft die Europameisterschaften in Deutschland. (Bild: Mea Mc Ghee)

Mea Mc Ghee

mea.mcghee@appenzellerzeitung.ch

Gestern Mittag reiste die U21-­Nationalmannschaft ab Richtung Calw in Baden-Württemberg. Mit dabei im zehnköpfigen EM-Kader drei Faustballer des STV Walzenhausen: Aufbauspieler Noah Kellenberger, Angreifer Jérôme Sepin und Abwehrspieler Stefan Fehle. Gepackt haben sie noch nicht, als sie am Mittwochabend im Garten von Noahs Elternhaus in Walzenhausen am Tisch sitzen. «Dazu bleibt noch Zeit», sagt Sepin, der Älteste des Trios. Nur Elgg-Ettenhausen entsendet mehr Spieler als der STV Walzenhausen an die Titelkämpfe.

Es sei ein Vorteil, bei Länderspielen mit Clubkollegen auf dem Feld zu stehen, sind sie sich im eingespielten Trio einig. «Die Abstimmung klappt besser», so Fehle. Er und Kellenberger sind EM-Neulinge, Sepin ist zum dritten Mal dabei. «Das Nati-Aufgebot ist der Lohn für die vielen Trainings», sagt Kellenberger. Er spielt seit der ersten Klasse beim STV Walzenhausen. Inzwischen ist er zwanzig und Captain des NLA-Dritten. «Noah hat Nerven wie Drahtseile» – «Er ist ein Motivator, auf den man sich als Mitspieler stets verlassen kann» – «Er gibt der Defensive Vertrauen», nennen die Kollegen Stärken des gelernten Maurers. Als Mittelmann sei er verantwortlich für die Zuspiele, versuche, die Bälle optimal an die Leine zu bringen, beschreibt Kellenberger seine Position. «Im Fussball wäre ich wohl der Spielmacher.»

Die jungen Faustballer trainieren zweimal wöchentlich mit dem Verein, dazu kommen Zusammenzüge der U21-Nati sowie individuelle Trainingseinheiten in Kraft und Ausdauer. «Ein Hobby», «die beste Sportart», «eine Leidenschaft», das ist Faustball für die drei. «In der kleinen Szene kennt man sich», das schätzt Fehle, der, wie Sepin, im Rheintal wohnt. Der Spass sei wichtig, man komme herum, Körper und Geist würden gefordert. «Die Kollegen sind wichtig, der Verein ist wie eine zweite Familie», ergänzt Kellenberger.

Und was wollen sie an den Europameisterschaften erreichen? «Wir müssen dem Trainer das Gegenteil beweisen», sagt Sepin. U21-Coach Christian Zbinden sieht die Schweiz nämlich als Aussenseiter. Österreich und Titelverteidiger Deutschland, die anderen zwei EM-Teilnehmer, seien vor allem im Angriff stärker, so die Einschätzung des Trainers.

«Vieles hängt von der Tagesform ab», ist Noah Kellenberger überzeugt. «Wenn die Schweiz den Final erreicht, kann es eine Überraschung geben», ergänzt Stefan Fehle. Eine wichtige Rol­le habe Vereinskollege Sepin. «Wenn er seinen Job macht, können wir den Titel holen», sagt Kellenberger. Die Grösse und die scharfen Schläge seien die Stärken des Angreifers. Dieser gibt die Komplimente weiter: «Stefan ist hinten eine Wand. Als Angreifer würde ich nicht auf ihn schlagen, und Noah spielt sehr kon­stant.»

Für die EM-Teilnahme haben sie Ferientage bezogen. Die drei freuen sich auf die Atmosphäre im Stadion, auf die Kameradschaft und auf gesellige Stunden. Und natürlich wollen sie gute Leistungen bringen.

Hinweis

Morgen Samstag um 15.15 Uhr spielt die Schweiz gegen Österreich. Um 17.45 Uhr folgt die Partie gegen Europameister Deutschland. Der Gruppensieger steht im Final, die anderen zwei Mannschaften ermitteln am Sonntag (13.30 Uhr) den zweiten Finalisten.

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