FASTENZEIT: «Geld gewonnen, Land zerronnen»

Seit Anfang März werden Spenden für eine ökumenische Kampagne gesammelt. Die Seelsorge-Einheit Appenzeller Hinterland unterstützt damit indigene Völker.

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Vor rund zwei Wochen startete die diesjährige Fastenzeit. Auch in diesem Jahr verzichten Christen auf Süsses oder Genussmittel unterschiedlichster Art. Ausserdem sammeln die Landeskirchen zur Fastenzeit jeweils Geld- und Sachspenden und organisieren diverse ökumenische Feiern und Anlässe, wie beispielsweise diesen Sonntag um 10 Uhr in der reformierten Kirche Herisau. Am Gottesdienst nimmt der Singkreis teil, und im Anschluss gibt es einen Suppen­zmittag im reformierten Kirch­gemeindehaus.

Der Slogan des diesjährigen Fastenopfers der Seelsorge-Einheit Appenzeller Hinterland heisst: «Geld gewonnen, Land zerronnen» und möchte darauf aufmerksam machen, dass es Menschen gibt, die mit Land viel Geld verdienen – ohne Arbeit auf dem Land zu leisten. Im Gegensatz dazu stehen Personen, die auf ein Stück Land angewiesen wären, um sich ernähren zu können. Diesen wurde entweder das Land von Investoren oder Grossgrundbesitzern weggenommen, oder sie warten darauf, Land zu erhalten. Das Projekt möchte den indigenen Völkern helfen, sich für ihre Rechte einzusetzen.

Neben den Spenden, die man auch in diesem Jahr in einem Fastenopfersäcklein sammeln und abgeben kann, gibt es weitere Aktionen, um sich zu beteiligen. Beispielsweise fliessen beim Brotkauf in diversen Bäckereien in der ganzen Schweiz 50 Rappen in die Projekte von Fastenopfer und Brot für alle. Ausserdem werden am 25. März, unter anderem im Dorfzentrum Herisaus, zum symbolischen Betrag von 5 Franken Rosen verkauft. Der Erlös fliesst grösstenteils direkt in die Projekte der Werke. In diesem Jahr können ausserdem neu auch digitale Rosen mit einer App verschenkt werden. (pd/arc)