Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Fast vier Meter Schnee auf dem Säntis

Nachgefragt
Roger Fuchs

Wetterfachleute sind in diesen Tagen gefragte Personen. Dazu gehört auch die Meteorologin Denise Praloran von Meteo Schweiz. Sie hat aktuelle Kenntnisse über die Schneemengen. Das Versprechen nach weissen Weihnachten im Appenzellerland kann sie nicht abgeben.

Im Vergleich mit den letzten Jahren herrscht der Eindruck, dass in diesem Dezember deutlich mehr Schnee fiel.

Praloran: Dieser Eindruck stimmt. Wir hatten in den letzten Tagen und Wochen viele Nordströmungen mit kalter Luft und dadurch vermehrt Schneefall bis in tiefe Lagen. Zudem ist es auch so, dass in den letzten beiden Jahren der Monat Dezember sehr schneearm und trocken war. Dennoch würde ich jetzt nicht von einer Trendwende reden.

Lässt sich das noch konkretisieren: Wie viel mehr Schnee in diesem Dezember liegt als in den Vorjahren?

Praloran: Im Vergleich zum langjährigen Mittel liegt am Alpennordhang über 170 Prozent der sonst zu dieser Jahreszeit üblichen Schneemenge. Die Gesamtschneehöhe gestern Morgen um 7 Uhr betrug auf dem Säntis 365 Zentimeter, auf der Schwägalp 138 Zentimeter. Auf 750 Metern wurden 26 Zentimeter Schnee gemessen. Je nach Hanglage gibt es hier aber Unterschiede. Nicht zu vergessen die Schneeverwehungen.

Viele wünschen sich weisse Weihnachten. Ist es im Appenzellerland in diesem Jahr wieder einmal soweit?

Praloran: Es kann noch nicht mit absoluter Sicherheit gesagt werden, wie es an Heiligabend sein wird. Oberhalb von 1200 bis 1500 Metern dürfte es mit hoher Wahrscheinlichkeit winterlich bleiben. Im Verlauf vom Donnerstag und Freitag in dieser Woche erwarten wir jedoch eine Störung, die in den unteren Regionen für Regen sorgt. Die schön weissen Bäume dürfen dabei heruntergewaschen werden. Ich gehe allerdings davon aus, dass oberhalb von 1000 Metern der Regen nicht die gesamte Schneemenge zum Verschwinden bringen wird.

Wie stark spüren sie als Meteorologin den Wunsch der Menschen nach weissen Weihnachten? Praloran: Das ist um diese Jahreszeit immer das Thema Nummer eins. Ich spüre, dass sich viele Menschen Schnee an Weihnachten erhoffen. Wie bei vielem gibt es aber auch in diesem Fall eine Kehrseite. Beispielsweise an unserem Standort hier beim Flughafen Zürich hält sich mit Blick auf den Flugverkehr die Freude über den Schnee in Grenzen.

Ebenfalls auffallend in diesem Jahr sind die vielen Wechsel zwischen Regen und Schnee.

Praloran: Das kommt durch die häufige Vermischung von Warm- und Kaltfronten. Jedoch auch die Intensität des Niederschlags spielt eine Rolle, ob am Schluss Flocken oder Tropfen fallen.

Roger Fuchs

roger.fuchs@appenzellerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.