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Fast jeden Tag Glück erleben

Flora Schoch absolviert an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften den Lehrgang zur Hebamme. Zurzeit macht sie am Spital Herisau ein Praktikum. Am Beruf gefallen ihr verschiedene Aspekte.
Jesko Calderara
Nächstes Jahr wird Flora Schoch die Ausbildung zur Hebamme abschliessen. (Bild: Jesko Calderara)

Nächstes Jahr wird Flora Schoch die Ausbildung zur Hebamme abschliessen. (Bild: Jesko Calderara)

Eine Geburt gehört zu den schönsten Momenten eines Paares. Flora Schoch hat solche Augenblicke berufshalber schon etliche Male erlebt. Die 23jährige Herisauerin absolviert an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) in Winterthur den Lehrgang zur Hebamme. Nächsten Sommer wird sie die Ausbildung abschliessen. Zurzeit arbeitet Schoch im Rahmen eines Praktikums am Spital Herisau. «Der Beruf ist sehr abwechslungsreich», sagt sie. Eine Hebamme sei immer wieder mit neuen und einzigartigen Situationen konfrontiert. Auch gefalle ihr, Geburten nah begleiten zu können.

Ursprünglich lernte Schoch Fachfrau Gesundheit und erwarb parallel dazu die Berufsmaturität. Bereits in ihrer Maturaarbeit beschäftige sie sich mit dem Thema Kaiserschnitt. Zudem hat Schoch zehn Monate auf der Chirurgie gearbeitet und zusätzlich den Alltag in einer Geburtsabteilung kennen gelernt. Aufgrund dieser Einblicke meldete sie sich zur Aufnahmeprüfung an der ZHAW an. Wer keine praktischen Erfahrungen mitbringe, müsse vor Studienbeginn ein achtwöchiges Praktikum machen, sagt Schoch. Der Lehrgang Bachelor of Science Hebamme dauert inklusive eines obligatorischen Zusatzmoduls vier Jahre und kann an den Fachhochschulen Winterthur oder Bern in Angriff genommen werden. Voraussetzung ist eine Fach-, Berufs- oder gymnasiale Matura.

Studium mit Praktiken an Spitälern

Das Studium besteht je zur Hälfte aus theoretischen Lehrblöcken und Praktiken auf verschiedenen Stationen, unter anderem im Gebärsaal, auf dem Wochenbett, der Pränatalstation, der Neonatologie oder der Gynäkologie. Flora Schoch arbeitete vor ihrer Zeit am Spital Herisau an der Klinik Stephanshorn und am Kantonsspital St. Gallen. Auf dem ZHAW-Stundenplan stehen zu Beginn Fächer wie die Anatomie und die Physiologie einer Schwangeren, das Wochenbett und die Geburt, später dann kritische Ereignisse im beruflichen Leben einer Hebamme. Ebenso ist die Beratung ein grosses und wichtiges Modul.

Schnuppern vor Beginn der Ausbildung

Nach drei Jahren machen die Studierenden den Bachelor-Abschluss, bevor zum Schluss nochmals ein praktischer Teil ansteht. Eine berufsbegleitende Weiterbildungsmöglichkeit ist das Master-Studium. Schoch empfiehlt Interessentinnen, bereits vor Studienbeginn auf einer Geburtsabteilung zu schnuppern. «Ansonsten erfährt man erst nach einem Jahr Studium, ob einem die Tätigkeit gefällt.» Eine Hebamme müsse einerseits Nähe zulassen, anderseits aber auch Distanz schaffen können, sagt Schoch. «Um dies zu erreichen, besprechen wir allfällige Probleme im Team.» Zum beruflichen Alltag gehörten auch unregelmässige Arbeitszeiten mit Nachtschichten.

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