Fasnächtliche Unterhaltung

Das Konzept des Männerchors Bütschwil ging auf: Das zahlreich erschienene Publikum in der Dorfturnhalle war begeistert von den vielfältigen Darbietungen des Männerchors und dessen eingeladenen Gästen.

Lisa Leisi
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Der Männerchor Bütschwil bei seinem Auftritt als Cowboys in der Turnhalle Dorf. (Bild: Lisa Leisi)

Der Männerchor Bütschwil bei seinem Auftritt als Cowboys in der Turnhalle Dorf. (Bild: Lisa Leisi)

BÜTSCHWIL. Am Samstag führte der Männerchor Bütschwil seine jährliche Abendunterhaltung und Fasnachtsparty durch. Das Motto lautete «Der wilde und der goldene Westen». Niklaus Schönenberger und Guido Schönenberger hatten in aufwendiger Arbeit für die passende Saaldekoration gesorgt. So verzierten unter anderem Comic-Held Lucky Luke und sein Pferd Jolly sowie zahlreiche Kakteen die Bühne.

Den Anfang des Programms bestritten zwei Appenzeller Frauen, nämlich Maria Graf und Ruth Preisig. Mit einem volkstümlichen, zweistimmigen Lied machten sie den Auftakt. Zuerst mag die äusserliche Einfachheit der beiden manchen Zuschauer verwundert haben, aber dann überraschte Maria Graf auf eine ganz eigene packende Art mit ihren urchig erzählten Witzen und deren überraschenden Pointen. Rasch hatte sie die Zuhörer ganz für sich eingenommen. Auch die weiteren – einmal «trocken», dann wieder mit viel Ausdruck – vorgebrachten Kostproben sowie die jeweils einleitenden volkstümlichen Lieder rund um Beziehungen, Leben und Alter dankte das Publikum jedes Mal mit begeistertem Applaus.

Geschickte Abwechslung

Die Cowboys – der Männerchor erschien in dem Motto entsprechenden Outfits – traten mit schwarzen Kleidern und roten Halstüchern und dem obligaten Cowboy-Hut auf. Sie umrahmten den Abend mit zum «Wilden Westen» passenden Songs wie dem «Sonnenaufgang von Missouri» und einem Potpourri über Abenteuer, hartes Leben und Liebe. Mit der Verhaftung und Befragung eines Landstreichers zeigten im Verlauf des Abends auch Mitglieder des Männerchors komödiantisches Talent. Mit einer eigenen Schnitzelbank, vom Dirigenten Niklaus Schönenberger verfasst und illustriert, gaben einige Männerchörler sogar einen amüsanten Rückblick auf Missgeschicke einiger bekannten Dorfbewohner. In deren Verlauf ernteten sie so manchen Lacher.

Auftritt der Guggenmusig

Zwischen den Programmteilen sorgte der Alleinunterhalter Bludi für Stimmung und animierte erfolgreich zum Tanzen mit Hits und Oldies wie «Die Liebe ist ein seltsames Spiel». Für Spannung sorgte ein Wettbewerb mit der Verlosung einer Reise nach Wien neben kleineren, vom lokalen Gewerbe gesponserten Preisen zur freien Auswahl. Der Präsident und Moderator August Sennhauser meinte dazu schalkhaft: «Man kann jedoch nicht eine Reise nach Libingen buchen und meinen, man bekomme dann noch einen Haufen Retourgeld.» Für weitere Abwechslung sorgten zwei Tanzdarbietungen der «Grossen» der Mädchengruppe Blauring. Ein Höhepunkt war sicher auch der Auftritt des «Sprengkommandos» Bütschwil. Die etwa dreissig jungen Leute umfassende Guggemusig gab schon beim Einmarsch alles, um mit ihrer schaurig-schön lauten Musik die Trommelfelle der Zuhörer gebührend zu strapazieren. Ihr Name war einmal mehr Programm. Tosender Applaus zeigte den Anklang beim Publikum.