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FASNACHT: Haslen liegt ennet dem Gotthard

Auch dieses Jahr verblüfft das «Rössli» in Haslen wieder mit einer aufwendigen Dekoration. Die jungen Initianten scheuen weder Arbeit noch Mühe, um das Lokal jeweils nach einem originellen Motto umzugestalten.
Karin Erni
Während der Fasnacht verkehren die Appenzeller Bahnen für einmal bis nach Haslen. (Bilder: Karin Erni)

Während der Fasnacht verkehren die Appenzeller Bahnen für einmal bis nach Haslen. (Bilder: Karin Erni)

Karin Erni

karin.erni@appenzellerzeitung.ch

Neben der Kirche in Haslen blinkt ein Warnsignal der Appenzeller Bahnen und eine halbgeöffnete Schranke ragt in den Nachthimmel. Beim Nähertreten erkennt die Besucherin auch einen Ticketautomaten neben dem Eingang des ehemaligen Restaurants Rössli. Wer durch diese Tür tritt, unternimmt eine Reise in die Südschweiz. Nach der in wilden Malereien dargestellten Teufelsbrücke und einem düsteren Tunnel empfängt den Besucher eine fröhliche Welt. Man erkennt die bunten Hausfassaden von Ascona, ein lauschiges Grotto, einen Campingplatz mit Wohnwagen und sogar die Steinblume von Mario Botta auf dem Monte Generoso ist im Kleinformat vorhanden. Die «Moon & Stars»-Bühne steht für einmal nicht auf der Piazza Grande, sondern für hiesige Livemusiker bereit. Die aufwendige Installation ist jedoch nur temporärer Natur, denn das «Rössli» Haslen erwacht jeweils nur während der Fasnacht zum Leben. Seit acht Jahren dekorieren junge Leute aus dem Dorf und der Umgebung das stillgelegte Lokal. «Tschau Haslen, Benvenuti in Ticino» lautet das diesjährige Motto. Das «Rössli» ist mittlerweile das einzige derart aufwendig gestaltete Fasnachtslokal in Innerrhoden.

Jeder von ihnen mache die Arbeiten, die er am besten könne, sagt Pascal Breu. Der gelernte Polygraf ist für die Werbung der Fasnachtsbeiz zuständig. «Wir haben viele Handwerker wie Maurer, Schreiner und Zimmerleute unter uns. Sie haben alle ihren Berufsstolz und wollen ihre Arbeit perfekt machen.» Die ehemalige Gartenterrasse des Restaurants wurde zu einer fast professionellen Werkstatt umfunktioniert. Hier wird gesägt, gehämmert und gehobelt was das Zeug hält. Viel Material ist für die Verwandlung des Lokals nötig. Grundelemente wie die Bar und die grossen Holzplatten bleiben jedes Jahr dieselben und können wiederverwendet werden.

Arbeiten für Ruhm und Ehre

Rund 1500 Arbeitsstunden investieren die rund 20 jungen Leute jeweils für die aufwendige Dekoration. Einziger Lohn ist ein Helferausflug, den sie jeweils gemeinsam unternehmen. Und natürlich winken Ruhm und Ehre. Sie genössen es schon, wenn die Besucher begeistert seien und ihre Arbeit bewunderten, sagt Breu. Zeit haben sie dann wieder, denn sobald der Fasnachtsbetrieb startet, übernehmen Angestellte das Ruder und sind für Küche, Service und Reinigung zuständig. «Wir wollen die Fasnacht schliesslich auch selber geniessen können», sagt Pascal Breu.

Das «Rössli», Haslen, ist vom 26. Januar bis 12. Februar jeweils ab 17 Uhr geöffnet. Für die Themenabende gilt das Eintrittsalter 18 Jahre. Die Daten und Mottos sind auf Facebook ersichtlich.

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