Farbtupfer im Alltag erhalten

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Lichtensteig Am Freitagabend berichteten der blinde Gerd Bingemann sowie die Mitarbeiterinnen des Aglow-Teams Toggenburg über ihre eigenen Gotteserfahrungen.

Vielfältig sind die Erlebnisse mit Gott, wie sich an diesem Abend zeigte. Nach einem feinen Essen im reformierten Kirchgemeindehaus in Lichtensteig wurde dies eindrücklich bezeugt durch Menschen, die unterwegs mit Gott sind, ihm vertrauen, auf ihn hoffen, sowohl bei Schönem wie bei Schwierigem.

Der ab dem zwölften Lebensjahr langsam erblindete Theologe und Jurist Gerd Bingemann machte den Anfang nach einer ersten Kostprobe selbst komponierter Stücke am Klavier, mit denen er die Berichte nachklingen liess. Der 57-Jährige schilderte die Stationen seiner Erblindung. Seine Hoffnung auf Heilung bezeugte er ebenso, wie eine Langzeitermüdung, ein «Blindenloch», wie er sein Tief nannte. Er darf aber auch erfahren, wie Gott Müden neue Kraft schenkt und sein grauer Alltag immer wieder Farbtupfer bekommt. Er übt, seine Gedanken auf das Gute zu fokussieren und ist sich bewusst, dass er ohne seiner Sinnenbehinderung einfach andere Probleme und Herausforderungen hätte. Abschliessend zitierte er aus der Bibel Verse, welche ihn stärken, trösten und aufrichten. Auch die weiteren Berichte und ein gemaltes Bild bestärkten einen, in jeder Situation auf Gott zu hoffen und ihm zu vertrauen. (pd)

Aglow-Abend, 2. März 2018: Ruedi Josuran spricht zum Thema Burn-in oder Burn-out.