Farbenfrohe Kontraste im Moorgebiet

Ausflug des Natur- und Vogelschutzvereins Bütschwil NVB zum Hochmoor in Amden Der Einladung des NVB für den Tagesausflug nach Amden folgte nur eine kleine Gruppe.

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Zwischen Eisenhut, Weidenröschen und Greiskraut ein Blick ins Tal. (Bild: pd)

Zwischen Eisenhut, Weidenröschen und Greiskraut ein Blick ins Tal. (Bild: pd)

Ausflug des Natur- und Vogelschutzvereins Bütschwil NVB zum Hochmoor in Amden

Der Einladung des NVB für den Tagesausflug nach Amden folgte nur eine kleine Gruppe. Dies ist bedauerlich, denn die Wanderung auf dem Amdener Höhenweg durch das bekannte Hochmoor war sehr beeindruckend. Nach der Anreise mit Zug und Postauto ging es per Sesselbahn Richtung Mattstock.

Föhren prägen die Landschaft

Die leichte Wanderung von rund drei Stunden mit dem Ziel Arvenbüel bot viel Abwechslung. So beim Bestimmen der Pflanzen, dem Staunen über die schöne Bergwelt mit den Moorwiesen und den Föhren, die als einzelne geduckte Gestalten oder in Gruppen die Landschaft prägten. Majestätisch präsentierten sich in der Ferne der Glärnisch mit dem immer kleiner werdenden «Vrenelisgärtli», der Mürtschenstock und der Speer. Glockengebimmel aus dem Unterholz verkündete die Anwesenheit von schottischen Hochlandrindern und anderer Rassen. Ein Highlight war die Ansicht des rötlichen, rundblättrigen Sonnentaus, eine insektenfressende Pflanze. Weisse Tupfer setzten das noch spärlich blühende Wollgras neben dem braunen Wiesenknopf, wie auch das blendendweisse Sumpfherzblatt in die Moorwiesen, wobei die kleine Sterndolde mit Rosa auftrumpfte.

Wenig bekannte Pflanzen

Wunderschön der Kontrast des blau blühenden Eisenhuts oder der gelben Alpen-, Fuchs- und Jakobs-Greiskräuter, wie auch des Wald- und Weidenröschens, vor dem im Dunst liegenden Tal beim Walensee. Flockenblumen und Disteln wie auch die im Sonnenlicht glänzende Silberdistel, gehörten zum Begleittross während der ganzen Wanderung. Erwin Breitenmoser, Präsident des NVB, wies auch noch auf das eher unbekannte Rippenfarn, den weissen Mauerpfeffer oder auf ein Fettblatt, das leider nicht mehr blühte. Wertvolles Totholz zwischendurch bereicherte die Biodiversität des Hochmoors. Aufenthalte zum Grillieren und später in einem Bergrestaurant gehörten natürlich auch zu diesem Ausflug und somit erinnern sich alle an einen gemütlichen Tag in der wunderschönen Welt im Hochmoor ob Amden.

Sylvia Baumann