Familienzeit für Väter

Der Kanton unternimmt den Versuch, einen zehntägigen Vaterschaftsurlaub in das Personalreglement aufzunehmen. Die dazu befragten Passanten begrüssen den Vorschlag der Regierung mehrheitlich.

Text & Bilder: Kevin Beining
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SONY DSC (Bild: Natascha Götz, Uzwil Detailhandelsfachfrau)

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Mehr wäre besser. Zwei Wochen sind fast zu kurz. Die Frauen brauchen in dieser Zeit Unterstützung, so jedenfalls ging es mir.

Gut ist, dass man langsam anfängt, den Vaterschaftsurlaub in dieser Form anzudenken. Meiner Meinung nach braucht ein Vater seine Zeit, um in die neue Rolle hineinzukommen. Aus diesem Grund ist diese Familienzeit notwendig.

Ich bin der Meinung, dass eine Woche genügen würde. Wir können nicht alles haben. Wir müssen heutzutage ein bisschen vorsichtig sein mit den sozialen Leistungen.

Zu meiner Zeit gab es einen Tag Vaterschaftsurlaub. Die jetzige Idee finde ich aber prüfenswert. Ich und meine Frau haben selbst drei Kinder, daher kenne ich die Situation.

Ich finde den zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub eine gute Sache. Denn die Beziehung Vater-Kind ist immer eine andere als Mutter-Kind. Ich denke, dass dies auch mit der Präsenzzeit in der ersten Phase zu tun hat. Der finanzielle Aspekt ist für einen Kanton sicher verkraftbar.

Beim ersten Kind hatte ich einen Tag Vaterschaftsurlaub, beim zweiten fünf Tage. Ein Tag ist viel zu wenig. Zwei Wochen sind meiner Meinung nach wünschenswert. Ich hatte mir beim zweiten Kind noch eine Woche zusätzlich Ferien genommen. Wichtig wäre mir, dass die freien Tage des Vaters nicht vom Mutterschaftsurlaub abgezogen werden. Es gibt nämlich auch die Idee, dass die 16 Wochen Mutterschaftsurlaub frei zwischen Mutter und Vater aufgeteilt werden können.

Es ist richtig, dass die jungen Leute Kinder haben. Ich finde dennoch: Die Männer sollten arbeiten. Ich habe auch vier Kinder grossgezogen, und wenn der Vater nicht arbeitet, muss es jemand zahlen.

Ein richtiger Vaterschaftsurlaub ist schon lange überfällig. Er ist ein Muss. Vor allem, um die Väter in die erste Phase des Familienlebens einzubeziehen. Sonst sind die Männer aus dem Familienalltag schnell wieder ausgeschlossen. Als wir unsere Kinder bekamen, hatten wir nur einen Tag. Was in anderen Ländern möglich ist, muss bei uns doch auch möglich sein. Als Beispiel denke ich da an unsere nordischen Nachbarn.

Ich bin für einen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub, dann kann der Mann der Frau unter die Arme greifen. Die ersten Tage sind eine sehr grosse Veränderung. Die Geburt ist ja schon schwer genug, zugleich muss man sich auf die neue Situation einlassen. In dieser Zeit kann die Frau die Unterstützung gut gebrauchen.

SONY DSC (Bild: Natascha Götz, Uzwil Detailhandelsfachfrau)

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