Familienleben in Coronazeiten: Kreatives und Lustiges für gelangweilte Kinder

Das Chindernetz AI will mit «Chinder-Idee» ein wenig Abwechslung in den Alltag bringen.

Karin Erni
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Eltern im Homeoffice und fehlende Betreuungsstrukturen für Kinder - das kann vermehrt zu Problemen führen.

Eltern im Homeoffice und fehlende Betreuungsstrukturen für Kinder - das kann vermehrt zu Problemen führen.

Christian Beutler / KEYSTONE

In diesen Tagen sind Familien stark gefordert: Die Kinder sind den ganzen Tag zu Hause, die Eltern arbeiten allenfalls im Homeoffice. In den vier Wänden wird es eng. Ausserhäusliche Ablenkungen wie Trainings und Proben der Vereine sind abgesagt. Schwimmbäder, Museen und Zoos sind geschlossen. Die Kinder sollten dennoch nicht zu viel Zeit vor dem Fernseher oder der Spielkonsole verbringen, was Eltern manchmal zur Verzweiflung bringt. In dieser Situation seien neue Ideen gefragt, schreibt der Verein Chindernetz AI. Die Nachfolgeorganisation der Pro Juventute lanciert auf ihrer Website www.chindernetz-ai.ch eine Art Börse, auf der Eltern sinnvolle Ideen für den Zeitvertreib mit Kindern holen und selber Vorschläge einbringen können. «Wir hoffen, dass sich dadurch eine breite Sammlung von Beiträgen ergibt», sagt Vereinspräsident Luzius Gruber. Gefragt sind Indoor- und Outdooraktivitäten, welche die Kinder allein oder mit der eigenen Familie unternehmen können. «Auf das Treffen von anderen Familien soll derzeit möglichst verzichtet werden, um Ansteckungsketten zu vermeiden», so Gruber.

Neue und vergessen gegangene Aktivitäten

Schon jetzt sind auf der Seite verschiedene Ideen zu finden, welche den Alltag mit Kindern bereichern, aber auch entlasten sollen. Statt wie früher in die Stadt zum Bowling zu fahren, verwandelt sich nun die eigene Stube mit ein paar PET-Flaschen und einem Tennisball kurzzeitig in eine Kegelbahn. Alte Konservendosen werden mit selbst gesammelten Naturmaterialien und etwas Geschick zum Wildbienenhotel. Aufgeführt sind zudem Links zu spannenden Internetseiten, so zu Clown Mili, die ihren Youtube-Kanal mit Kurzfilmen erweitert, oder zu virtuellen Museumstouren. Er übernehme die Redaktion der Beiträge, platziere Bilder und bringe eine gewisse Struktur hinein, sagt Gruber. «Es soll amächelig aussehen.»