Fairness zählt hier mehr als Tore

Mit einem Fussballturnier werden in Teufen angenehme Umgangsformen gepflegt.

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Ein Fussballturnier besonderer Art bildete den Abschluss des ersten Quartals für die Schüler der Sekundarschule Teufen im Schulhaus Hörli. Für einmal zählten Fairness und Respekt mehr als die geschossenen Tore und wenn dazu alle mit Spass dabei sind, kommt dies einem würdigen Quartalsausklang gleich, so die Verantwortlichen.

Ohne Mädchentore keinen Sieg

Bei diesem Fussballturnier sind die Regeln etwas komplexer als bei normalen sportlichen Wettkämpfen. Wer gewinnen will, muss nicht nur Tore schiessen. Zusatzregeln, beruhend auf Respekt, Fairness und Rücksichtnahme, legen die Spielenden zum Teil selber fest. So zählen die Knabentore beispielsweise nur, wenn auch mindestens ein Mädchen den Ball ins Tor befördert hat. Zudem gratulieren die Sieger auch den Verlierern nach der Partie, es wird nicht einfach der Platz verlassen. Und etwas, das beim «echten» Fussball unvorstellbar wäre, ist am Fairplaytag normal: Es gibt keine Schiedsrichter. Stattdessen beobachten «Teamer», sogenannte Fairnessexperten, mit welchen Gesten zu einem fairen Spiel beigetragen wird. Abschliessend verteilen diese Beobachter im Gespräch mit den Spielern zusätzliche Fairnesspunkte. Stelle man sich ein Weltmeisterschaftsspiel vor mit Spielern, welche plötzlich ihr Verhalten direkt im Spiel reflektieren müssten. Bestimmt würden auch die «grossen» Spiele wieder zum Vorbild bezüglich Verhalten auf dem Spielfeld.

Sport als Lebensschule

Wie die Verantwortlichen mitteilen, ist dieser Sporttag Bestandteil eines Konzepts der Sekundarschule, mit dem diese das Ziel verfolgt, dass angenehme Umgangsformen nicht nur besprochen sondern auch umgesetzt werden. Grundlage bildet der gegenseitige Respekt. Angenehme Umgangsformen werden bis hin zur Sprache angestrebt. Dies soll für die Schüler ein optimales Lernklima ermöglichen. (pd)