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Fahrende Schulzahnklinik für Wattwil

Damals

Vor 100 Jahren

4. Juli: Wattwil. Am Sonntag hat die öffentliche Volksversammlung regen Aufmarsch verzeichnet. Etwa 200 Personen haben den Ausführungen des Referenten E. Utzinger spannend gefolgt. Der politische Gewitterhimmel, die geringen Ernten an Getreide, veranlassen die Bevölkerung, möglichst viel eigenes zu pflanzen, besonders winterhartes Gemüse, dann soll recht viel Gemüse und Obst gedörrt, konserviert oder sterilisiert werden. Jedes einzelne müsse ganzer Pflichterfüllung bewusst werden. Gemeinde, Kanton und Bund müssen gegen die Preistreibereien streng einschreiten. Wucherer, Schieber und Hamsterer, ohne Ansehen der Person, unnachsichtlich bestraft werden. In der Diskussion wurde dann die Milchpreisfrage aufgeworfen und einstimmig folgende Resolution zuhanden der hohen Regierung gefasst: «Die vom Gemeinderat Wattwil unterm 11. Juni publizierten Milchpreise von 30 Rappen ins Haus geliefert, 29 Rappen in der Käserei abgeholt, sollen unbedingt von sämtlichen Milchlieferanten eingehalten werden. In Anbetracht der grossen Milchproduktion in Wattwil, der sehr günstig ausgefallenen Heuernte und der guten Emdaussichten sind diese Preise für den hiesigen Platz überaus genügend.»

Vor 50 Jahren

28. Juni: Wattwil. Ein neuer Wagen der fahrenden Schulzahnklinik. Die Schuljugend leidet unter verheerendem Zahnzerfall. Wenn die Schüler der ersten Klasse sich dem Schulzahnarzt zur Untersuchung vorstellen, sind häufig alle Milchzähne bereits zerstört, und die neu erschienenen bleibenden Zähne bedürfen schon in diesem frühen Alter einer sorgfältigen Behandlung. Einer zahnärztlichen Behandlung, welche mit periodischen Kontrollen Jahr um Jahr über die ganze Schulzeit erfolgen sollte, denn wenn sie vernachlässigt wird, sind die Zähne der schulentlassenen Jugendlichen meist so stark defekt, dass dem Zahnarzt häufig keine andere Wahl bleibt, als zur Zange zu greifen, um sie zu entfernen.

Am 1. Januar 1958 nahm der erste Klinikwagen, ein 7,5 t schwerer Mercedes-Autobus seinen Betrieb auf. Er ist seitdem ununterbrochen im Einsatz, und er hat die bald 10-jährige Beanspruchung bisher gut überstanden. Damals hatte der fahrende Schulzahnarzt Gemeinden im ganzen Kantonsgebiet zu betreuen, und es erwies sich bald, dass das Personal eines einzigen Klinikwagens dieser Aufgabe nicht gerecht werden konnte. Dank der energischen Förderung durch die kantonalen Instanzen wurden weitere Praxiswagen erworben, und das Gebiet der Kantonalen Schulzahnärzte musste aufgeteilt werden. Jetzt sind Klinikwagen in Buchs, Sargans und Wattwil stationiert, sodass die 73 Schulgemeinden mit zusammen 9000 Kindern, welche sich der Fahrenden Schulzahnklinik anvertraut haben, auf kurzen Anmarschwegen zu erreichen sind.

Vor 20 Jahren

4./5. Juli: Nesslau. Blockzeiten festgelegt. Aus den Verhandlungen des Schulrates Nesslau. Die Einführung der gesetzlich vorgeschriebenen Blockzeiten ist in unserer Schulgemeinde nicht einfach. Neben den Sachzwängen, die durch die Turnhallen- und Hallenbadbelegung entstehen, sind es die Verkehrsverbindungen, welche in der Gestaltung Grenzen setzen. So ist auf zwei Postautolinien, eine Bahnlinie und sechs Schulbuslinien Rücksicht zu nehmen. Der Schulrat hat die Blockzeiten für Kindergärten und Primarschulen wie folgt festgelegt: Montag, Mittwoch und Donnerstag: Dorf Krummenau 8.45 Uhr bis 11.15 Uhr; übrige Gebiete 8.10 Uhr bis 10.40 Uhr.

Vor 10 Jahren

4. Juli: Stein. Fusion bis 2012 vollzogen? Die Bürgerinnen und Bürger von Stein diskutierten über die Zukunft ihrer Gemeinde. Die Geschichte der Gemeinde Stein scheint besiegelt. Die Bürgerschaft erteilte den Behörden den Auftrag abzuklären, ob eine Fusion bis 2012 möglich ist. Zum ersten Mal trafen sich die Steinerinnen und Steiner am Montagabend, um öffentlich über ihre Zukunft zu diskutieren. Jean-Pierre Sutter von der Firma OBT stellte in einleitenden Worten dar, wie sich die Gesellschaft in den letzten Jahren verändert hat. Diese Entwicklung habe auch Auswirkungen auf die Schule und die Gemeinde, so Jean-Pierre Sutter. Der ehemalige Präsident der Primarschulgemeinde, Willi Bösch, erklärte, wie die Zukunft der Schule aussehen wird. Die Richtung, welche die Schule vorgebe, sei weisend für den Weg, den die Gemeinde einschlagen werde, waren sich die Bürgerinnen und Bürger einig. Ueli Schärer fasste die Geschichte der Politischen Gemeinde zusammen. Stein habe nie mehr als 671 Einwohner gezählt, heute sei mit 387 Einwohnern ein neuer Tiefstand erreicht. Der Gemeindepräsident wies auf zwei Artikel der Kantonsverfassung hin. Diese regeln die Zusammenarbeit zwischen Gemeinden. Unterbleibt eine Vereinigung, kann die Verfassung vorsehen, dass Mehraufwendungen im Finanzausgleich nicht berücksichtigt oder Beiträge herabgesetzt werden oder dass Gemeinden sogar vereinigt werden. Ueli Schärer erklärte auch, welche Folgen der neue Finanzausgleich auf Stein haben werde. Bisher habe die Gemeinde 585000 Franken aus Steuern eingenommen, dazu noch über 1,2 Millionen Franken vom Finanzausgleich. Dieser Beitrag würde in den nächsten 15 Jahren stetig herabgesetzt werden, so dass Stein mit einem Steuerfuss von 284 Steuerprozenten rechnen muss.

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