Expo-Verein erweitert Vorstand

Für den Verein Expo2027 geht es schon bald um alles: Am 5. Juni entscheiden die Stimmberechtigten der Kantone St. Gallen und Thurgau über den Planungskredit. Unterdessen knüpfe auch Innerrhoden erste zarte Expo-Banden.

Patrik Kobler
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Paul Schlegel, Claudia Graf, René Rohner, Isabel Schorer, Christina Schönenberger, Antonia Eppisser, Marianne Koller, Verena Herzog, Hannes Friedli, Stephan Tobler, Martin Klöti, Stefan Sonderegger. (Bild: pk)

Paul Schlegel, Claudia Graf, René Rohner, Isabel Schorer, Christina Schönenberger, Antonia Eppisser, Marianne Koller, Verena Herzog, Hannes Friedli, Stephan Tobler, Martin Klöti, Stefan Sonderegger. (Bild: pk)

SÄNTIS. Der 2011 gegründete Verein Expo2027 zählt über 500 Mitglieder. Am Samstag führte er auf dem Säntis seine fünfte Mitgliederversammlung durch.

Martin Klöti und Paul Schlegel wurden als Vorstandsmitglieder verabschiedet. Beide versprachen, sich weiterhin für die Landesausstellung in der Ostschweiz einzusetzen. Neu in den Vorstand gewählt wurden Isabel Schorer, Christina Schönenberger, Hannes Friedli und Stephan Tobler. Isabel Schorer ist frischgewählte St. Galler Kantonsrätin und Leiterin der Standortförderung der Stadt St. Gallen. Christina Schönenberger ist die Tochter von alt Regierungsrat Paul Schönenberger. Die Juristin ist heute für die SFS Group tätig. Stephan Tobler ist Gemeindepräsident von Egnach und Präsident der SVP-Fraktion im Thurgauer Grossen Rat. Hannes Friedli ist in der Stadt St. Gallen aufgewachsen, wohnt aber seit 20 Jahren in Heiden und ist Ausserrhoder Kantonsrat. Die weiteren Vorstandsmitglieder sind: Verena Herzog (Co-Präsidentin), Stefan Sonderegger (Co-Präsident), Adrian Rüesch, Hermann Hess, René Rohner.

Schicksalstag 5. Juni

Bruno Lüscher blickte auf den bevorstehenden Abstimmungskampf. Er gehört dem Abstimmungskomitee an und hat im Kanton Thurgau den Vorsitz; sein St. Galler Pendant ist Patrick Dürr. Am 5. Juni entscheiden die Stimmberechtigten der Kantone St. Gallen und Thurgau über den Planungskredit. Lüscher bezeichnete die Expo2027 als Chance für die Region Bodensee-Ostschweiz. Mit dem Planungskredit soll die Finanzierbarkeit der Landesausstellung geprüft werden. Ein Kriterium im Abstimmungskampf werden die Kosten sein. Martin Klöti geht zurzeit von einem Betrag von 1,8 Milliarden Franken aus. Er hält die Expo für die Kantone als finanzierbar. Die Hälfte der Kosten würde der Bund tragen. Einen weiteren namhaften Anteil machen Zuschauer- und Sponsoreneinnahmen aus.

Der Mensch im Mittelpunkt

Die Ausserrhoder Regierungsrätin Marianne Koller warnte davor, schon jetzt mit Zahlen zu operieren. Vielmehr gelte es, den Menschen in den Mittelpunkt der Expo zu stellen. Sie sei Feuer und Flamme für die Idee. Koller erinnerte die 140 Anwesenden daran, dass der Kantonsrat den Ausserrhoder Anteil «schnell und unkompliziert» bewilligt hat. Wie an der Versammlung zu erfahren war, knüpft auch Appenzell Innerrhoden zaghaft erste Expo-Banden. Auf die Bitte, auf die Innerrhoder zuzugehen, meinte Martin Klöti: «Innerrhoden kommt dann schon.»

Im zweiten Teil der Versammlung stellten Robin Winogrond (Studio Vulkan Landschaftsarchitektur) und Markus Schaefer (Hosoya Schaefer Architects) das Siegerkonzept vor.