Eugenio Pecoraro, 1939–2013

Eugenio Pecoraro, St. Gallen (6. August 1939 bis 31. August 2013), ehemals Pfarrer in Ganterschwil. Am vergangenen Montag wurde Pfarrer Eugenio Pecoraro in St. Gallen bestattet. Eugenio Pecoraro wurde am 6.

Kurt Nüssli
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Eugenio Pecoraro, St. Gallen (6. August 1939 bis 31. August 2013), ehemals Pfarrer in Ganterschwil.

Am vergangenen Montag wurde Pfarrer Eugenio Pecoraro in St. Gallen bestattet. Eugenio Pecoraro wurde am 6. August 1939 in Turin als Ältester von drei Geschwistern geboren. Seine waldensische Herkunft hat ihn tief geprägt, und zeitlebens blieb seine enge Beziehung zu den Waldenser Tälern bestehen. Er studierte an der waldensischen Fakultät in Rom Theologie.

Mit seiner ersten Ehefrau Christiane Heimeran wohnte er zuerst in Göttingen und kurz danach liess er sich als evangelischer Pfarrer nach Ganterschwil wählen. Dort besuchten die beiden Kinder Manuela und Sven den Kindergarten.

In Rosmarie Straub fand er später seine langjährige Ehegefährtin. Leidenschaftlich und bis zum Schluss forschte er theologisch, las neueste Publikationen, aber auch die Archäologie faszinierte ihn sehr. In der Hauptsache blieb er aber der Dogmatik Karl Barths verpflichtet.

In jungen Jahren hat er viele Kurse für moderne Unterrichtsformen besucht. Das Unterrichten und die Begleitung der Sonntagsschulhelferinnen machten ihm grosse Freude. In späteren Jahren hat er sich eher der Altersarbeit zugewandt und ein feines Gespür für die Seelsorge entwickelt. Diese Tätigkeiten übte er in verschiedenen Kirchgemeinden der Ostschweiz aus, der er stets treu blieb, noch im letzten Jahr übernahm er Stellvertretungsdienste in der Evangelischen Kirchgemeinde Gossau-Andwil. Nach mehrwöchiger Krankheitszeit konnte er zu seinem Gott heimkehren, den er zeitlebens vor Augen hatte, wie es in Psalm 16 heisst, den er selbst für seine Abdankung auswählte.

Pfarrerin Annette Spitzenberg, Spitalseelsorgerin am Kantonsspital St. Gallen, kannte Eugenio Pecoraro als Kollegen sehr gut und gestaltete in seinem Sinne eine würdige Abdankungsfeier. Aus Psalm 16 zitierte sie den letzten Vers: «Du zeigst mir den Weg des Lebens. Freude in Fülle ist vor dir, Wonne in deiner Rechten auf ewig.»

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