Esel und Tiger lieben die Bäume

TOGGENBURG/GOSSAU. Für Ruedi Forrer aus Unterwasser und seine Esel Bonita und Sissy ist die Zeit nach dem 6. Januar (Drei Könige) ein wahres Fest. Denn sämtliche Nachbarn bringen Forrer die Christbäume zu seinem Stall im Chüeboden. Auch Bauamtmitarbeiter der Gemeinde Wildhaus-Alt St.

Christiana Sutter
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TOGGENBURG/GOSSAU. Für Ruedi Forrer aus Unterwasser und seine Esel Bonita und Sissy ist die Zeit nach dem 6. Januar (Drei Könige) ein wahres Fest. Denn sämtliche Nachbarn bringen Forrer die Christbäume zu seinem Stall im Chüeboden. Auch Bauamtmitarbeiter der Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann sammeln die entsorgten Weiss-, Rot- und Nordmanntannen in Wildhaus, Unterwasser und Alt St. Johann ein und bringen die Bäume zu den beiden Eseln und den 36 Lamas. Für die Tiere ist es ein Festessen, «sie knabbern gerne daran», sagt Ruedi Forrer.

Es sind aber nicht nur einheimische Tiere, sondern auch Exoten, welche die entsorgten Christbäume lieben. Beispielsweise die Affen im Abenteuerland Walter-Zoo AG in Gossau. Die Schimpansen lieben die abgenagten Äste zum Spielen oder für den Bau eines Nestes. «Das ist für diese Tiere eine willkommene Beschäftigung», sagt Karin Federer, Tierärztin und Mitglied der Geschäftsleitung des Walter Zoos.

Ätherische Öle können schaden

Nach Weihnachten bekommen die Tiere des Walter-Zoos nichtverkaufte Rot-, Weiss- und Nordmanntannen von Grossverteilern aus der Umgebung. Diese Tannen werden den Tieren nicht sofort in das Gehege gegeben, sondern einige Tage stehen gelassen, «denn die ätherischen Öle der Bäume können an den Schleimhäuten der Tiere Probleme verursachen», sagt die Tierärztin. Wobei Tannen von Privaten den Tieren nicht verfüttert werden, denn Lametta oder Kerzenwachs könnten den Tieren schaden.

Tiger lieben den Geruch

Lamas, Trampeltiere, Ponies, Esel, Zebras und auch Kaninchen lieben die Rinde und die Nadeln der Tannen. Für diese Tiere ist es Ergänzungsnahrung, «aber in Massen», sagt Karin Federer, denn zu viel der Leckereien schadet den Tieren. Dem Tiger werden die Äste ins Gehege gegeben, nachdem sie von anderen Tieren abgenagt wurden. «Tiger lieben den Geruch der Tiere, die am Baum gefressen haben.»