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Es spukt zu Hause

Brosmete
Peter Abegglen

Offenbar herrschte Anfang Juli grosse Nachrichtenflaute, so dass im Onlineportal einer Gratiszeitung ein Bericht über ein angebliches Geisterwäldchen in Trogen breit geschlagen wurde. Auch andere Örtlichkeiten und Ereignisse im Zusammenhang mit Spukgeschichten wurden erwähnt. Eine davon betraf ein Video aus «wikispeicher.ch» und zwar mit einem Bild von mir, der Erwähnung meines Namens und zugehörigem Kommentar, der zumindest vermuten liess, ich hätte behauptet, dass es im Haus am Tatort des Doppelmordes beim Birt von 1916 spuke. Das ist natürlich Unsinn, denn erstens habe ich solches nie gesagt und zweitens hat mich niemand von der betreffenden Redaktion angefragt.

In kürzester Zeit waren zum Spukbericht rund dreihundert Kommentare aufgeschaltet, grob in zwei etwa gleich grosse Gruppen einteilbar: Die einen von Leuten, die felsenfest an über­irdische Dinge glauben oder ­behaupten, Ähnliches erlebt zu haben, und die andern von sogenannten Aufgeklärten, die das Ganze als Habakuk abtun.

Ich bin mir nicht so sicher, welcher Gruppe ich mich anschliessen soll. Gerade in der abgelaufenen Ferienzeit erwachte ich mehrmals am frühen Morgen, weil mich ein leises Geräusch halb wach werden liess, mir schien, ich hörte noch davonhuschende Schritte und leises ­Kichern. Zudem stand die Schlafzimmertüre, die garantiert eng angelehnt gewesen war, weit offen. Einmal plagte mich ein Kitzeln am Fuss, einmal ein Kratzen an der Nase und ein anderes Mal ein Zupfen an den Augenbrauen. Mit der Rückkehr der Ferien­enkelkinder nach Hause hat der Spuk plötzlich aufgehört. Auch die «Plag»geister bin ich los, zum Glück nur bis zu den nächsten ­Ferien.

Peter Abegglen

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