«Es sind sehr viele Projekte im Gang»

Wie es Tradition ist, stellen Gemeindepräsident Christoph Häne und Finanzverwalter Armin Keller den Jahresbericht vor der Bürgerversammlung der Presse vor. Dies, um gewisse Schwerpunkte nochmals deutlich zu machen, und auch, um ältere Projekte in Erinnerung zu rufen.

Martina Signer
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Finanzverwalter Armin Keller (links) und Gemeindepräsident Christoph Häne stellten den Jahresbericht vor. (Bild: Martina Signer)

Finanzverwalter Armin Keller (links) und Gemeindepräsident Christoph Häne stellten den Jahresbericht vor. (Bild: Martina Signer)

KIRCHBERG. Die Gesamtbotschaft von Gemeindepräsident Christoph Häne an der Medienkonferenz zum Jahresbericht 2014 war deutlich: «Es ist enorm viel los.» Dies nicht nur, was den Bevölkerungszuwachs und die rege Bautätigkeit angeht, sondern auch im Zusammenhang mit Umstrukturierungen und zukunftweisenden Projekten. Auch finanziell sei die Gemeinde Kirchberg im langfristigen Vergleich derzeit gut aufgestellt (siehe Zweittext). Die 60 Seiten des umfangreichen Jahresberichtes zieren in diesem Jahr Bilder von Feuerwehr und Werkhof, die im selben Gebäude stationiert sind und im vergangenen Jahr ein Jubiläumsfest gefeiert haben.

Punktuell ging Christoph Häne am Mittwoch auf wichtige Amtsgeschäfte der Gemeinde ein. Im Juni werde die Behörden die Ergänzungswahl für den Gemeinderat, die sich aufgrund des Rücktritts von Donat Ledergerber ergeben hat, beschäftigen.

Zukunft der Wasserversorgung

Ein für die Dörfer sehr wichtiges Projekt ist schon auf den ersten Seiten des Jahresberichtes zu finden: Die Prüfung einer Zusammenlegung der Wasserkorporationen. Der Gemeinderat habe die Grundlagen für eine gemeinsame Zukunft gelegt. Es liege nun an den einzelnen Dorfkorporationen – auf dem Gemeindegebiet sind es deren acht –, zu entscheiden, wie der künftige Weg in Sachen Wasserversorgung aussehen soll.

Wegen der verschiedenen Organisationen gibt es auch unterschiedliche Wassertarife, was für viele Neuzuzüger unverständlich sei. Zudem seien die Dorfkorporationen zunehmend nicht mehr imstande, die immer strengeren Richtlinien innerhalb der Wasserversorgungen zu befolgen, da oft schlicht das Wissen dazu fehle. Es sei zielführend, die Wasserversorgungen unter einem Dach zu leiten, wo das nötige Wissen vorhanden sei. So könnten die Wasserversorgungen in die Politische Gemeinde inkorporiert werden, die ihrerseits eine Leistungsvereinbarung mit der Regionalwerk Toggenburg AG hat. So würden auch die Rekrutierungsprobleme wegfallen, die beim Suchen von Verwaltungsratsmitgliedern in Dorfkorporationen stets zunehmen.

Umstrukturierungen sind auch auf Gemeindeebene im Gang, haben die Bürger doch beschlossen, ab 2017 eine Einheitsgemeinde zu werden. Derzeit stellt sich die Frage, welches Organisationsmodell dann eingesetzt werden soll. Darauf basiert dann auch die Teilrevision der Gemeindeordnung. Das entsprechende Gutachten, das an der Bürgerversammlung präsentiert wird, sieht zwei Modelle vor. Entweder den vom Volk gewählten Schulrat oder die vom Gemeinderat gewählte Schulkommission. Die Vor- und Nachteile aus Sicht des Gemeinderates sind ebenfalls im Jahresbericht festgehalten. Da dieser bereits am Montag in alle Haushaltungen verteilt wurde, bleibt den Bürgern Zeit, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und eine Entscheidung zugunsten eines der Modelle zu fällen. Auch an den Vorversammlungen von kommender Woche in Gähwil, Kirchberg und Bazenheid wird nochmal über die Modelle informiert.

Bachsanierung im Gang

Auch die Sanierung der Kantonsstrasse durch Gähwil wird im Jahresbericht erwähnt, der Start der Umsetzung ist aber, nachdem der Kanton die Bauarbeiten bereits einmal verschoben hat, immer noch unklar. Allerdings wurden schon mehrere Vorarbeiten in Sachen Leitungsverlegung getätigt und abgeschlossen. Dies auch im Zusammenhang mit den Bachsanierungsprojekten in Gähwil. Teilweise brauchten die eingedolten Bäche grössere Röhren, um das Wasser bei grossen Niederschlagsmengen überhaupt rasch genug transportieren zu können. Diese Röhren hat man bereits unter der Strasse verlegt. Auch die restlichen Wasserleitungen wurden im selben Bauschritt erneuert. Was die Bachsanierungsprojekte in Kirchberg angeht, wird derzeit noch zugewartet, da die Projekte in Gähwil Priorität geniessen.

Ein Thema, dass bald an einer öffentlichen Informationsveranstaltung am 20. April präsentiert wird, ist der Saalbau, weshalb der Gemeindepräsident an der Pressekonferenz darauf nicht vertieft einging.

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