Es lebe die Beamtendiktatur

Leserbrief zur Einbürgerungspraxis Wie jedes Jahr, fand im März die Bürgerversammlung in der Kirche Ebnat statt. Ich frage mich immer öfter, warum man eigentlich noch zur Bürgerversammlung geladen wird.

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Leserbrief zur Einbürgerungspraxis

Wie jedes Jahr, fand im März die Bürgerversammlung in der Kirche Ebnat statt. Ich frage mich immer öfter, warum man eigentlich noch zur Bürgerversammlung geladen wird.

Blenden wir zehn Jahre zurück, als das Bundesgericht unsere Demokratie faktisch abgeschafft hat. Die Herren Richter zu Lausanne haben in eigenmächtiger Weise beschlossen, dass das Volk nicht fähig ist über Einbürgerungen abzustimmen. Dieses Urteil wurde in den Medien mit Lob und Anerkennung gefeiert.

Für mich war damals die direkte demokratische Schweiz zusammengebrochen. Mir war auf Anhieb klar, was dieses selbstherrliche Urteil bedeutete.

Heute, zehn Jahre nach diesem Entscheid darf man weder über Einbürgerungen noch sonst Wichtiges, alle betreffenden Dinge abstimmen. Ja, der Bürger wird nicht einmal mehr informiert, wer eigentlich den roten Pass erhält, weder an der Versammlung, noch in der Jahresrechnung findet sich ein Wort diesbezüglich. Ich bin nicht generell gegen Einbürgerungen, bin jedoch der Meinung, dass auch Neubürger ihre Rechte und Pflichten wahrnehmen sollten. Dass dem nicht so ist, beweist am besten, dass ich keine einzige in den letzten Jahren eingebürgerte Person an der Versammlung sehen konnte. Demokratie ade, schade.

Werner Brunner,

Bendel, 9642 Ebnat-Kappel

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