Es kommt zu Kampfwahlen

An einem Podium im Zeughaus Teufen präsentieren sich zehn Kandidierende für die freiwerdenden Sitze im Gemeinderat und der GPK. Die Ausgangslage verspricht Spannung.

Jesko Calderara
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Am Podium im Zeughaus Teufen stellten sich die sieben Gemeinderatskandidierenden den Fragen von Moderator Richard Fischbacher. (Bild: cal)

Am Podium im Zeughaus Teufen stellten sich die sieben Gemeinderatskandidierenden den Fragen von Moderator Richard Fischbacher. (Bild: cal)

TEUFEN. Um die vier freiwerdenden Sitze im Teufner Gemeinderat wird es bei den Ergänzungswahlen am 3. April ein Gerangel geben. Gleich sieben Kandidierende interessieren sich für das Amt. Bereits nominiert hat die FDP Teufen. Sie unterstützt die beiden eigenen Mitglieder Marco Sütterle und Katja Diethelm Bruhin. Auch die parteilose Pascale Sigg-Bischof und Bea Weiler von der SP können auf den Support der Freisinnigen zählen. Auffallend am Entscheid der FDP ist, dass die SP-Frau Weiler den beiden SVP-Mitgliedern Bruno Schläpfer und Beat Flammer vorgezogen wird. Offensichtlich gibt es Zweifel an deren Eignung. So schreibt die FDP in einer Medienmitteilung, dass ihrer Ansicht nach alle in der Gemeinde aktiven Gruppierungen einzubinden seien. Es müsse allerdings sichergestellt sein, dass nur Kandidatinnen und Kandidaten vorgeschlagen würden, die sich fachlich und aufgrund ihrer Persönlichkeit eigneten.

Grössere Chancen für Weiler

Die Präsidentin der SP Rotbach freut sich über die Unterstützung der FDP Teufen. «Dadurch vergrössern sich meine Wahlchancen», sagt Bea Weiler. Im Majorzsystem brauche die SP die Unterstützung der anderen Parteien. Gegen eine gemeinsame Liste der FDP und der SVP hätte sie keine Chance, sagt Weiler, die in der Schulkommission Teufen mitarbeitet. «Bei der letzten Wahl haben mir genau diese überparteilichen Stimmen gefehlt.» Bereits nominiert hat auch die SVP Teufen. Sie empfiehlt die beiden eigenen Kandidaten Flammer und Schläpfer zur Wahl sowie die FDP-Mitglieder Diethelm Bruhin und Sütterle. Einig sind sich SVP und FDP bei der Besetzung der freien GPK-Sitze. Die zwei Parteien sprechen sich für Beat Ringer, Matthias Kuratli und Yannick Frauenknecht sowie Willi Staubli als GKP-Präsident aus.

Parteipolitisch könnte die FDP Teufen im künftigen Gemeinderat an Einfluss gewinnen. Von den vier freisinnigen Gemeinderäten tritt mit Oliver Hofmann nur einer zurück. Falls die beiden zur Wahl antretenden FDP-Vertreter am 3. April gewählt würden, wäre die grösste Partei der Gemeinde in Zukunft mit fünf Mitgliedern im Gemeinderat vertreten. Darüber hinaus bezeichnet sich die parteiunabhängige Sigg-Bischof als «FDP-nahe».

Drei Gewerbler treten an

Mit Sigg-Bischof, Diethelm Bruhin und Kuratli gehören drei Kandidierende dem Gewerbeverein Teufen an. «Wir wollen im Gemeinderat und der GPK wieder eine gewichtige Stimme werden», sagt Oliver Hörler, Präsident des Gewerbevereins Teufen. In den letzten Jahren seien sie in den lokalen Behörden eher schlecht vertreten gewesen.

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