«Es ist nicht nur zum Plausch»

Nachgefragt

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Am Sonntag findet in Gonten auch dieses Jahr das traditionelle «Spiel ohne Grenzen» statt. OK-Präsident Florian Fässler erzählt vom immer grösser werdenden Interesse und dem harten Wettkampf um die Pokale.

Für Uneingeweihte: Was ist das «Spiel ohne Grenzen»?

Es treten Jugis aus dem Appenzellerland und St. Gallen in sechs verschiedenen Wettkämpfen gegenein­ander an. Die beliebteste «Disziplin» ist die Schmierseifenbahn. Dabei müssen die Teams im Stafettenlauf einen Kübel Wasser eine mit Seife eingeschmierte Rampe hinaufbefördern.

Wie viele Teilnehmer haben Sie jedes Jahr?

Wir verzeichnen rund 800 Kinder und Jugendliche, die teilnehmen. Das sind circa 80 Teams. Die Jugendriegen aus Urnäsch, Waldstatt und Gonten sind sogar mit vier bis fünf Teams am Start. Wir haben auch Mitstreiter von PluSport, dem Behindertensport Schweiz.

Hat sich das Format seit den ersten Durchführungen stark verändert?

Ich selbst habe in meiner Kindheit am «Spiel ohne Grenzen» teilgenommen. Ausser dem Standort hat sich seither eigentlich nichts verändert. Es wurde über die Jahre immer beliebter, aber es gab stets sechs Posten, die es zu bewältigen galt.

Wie können Sie sich die Beliebtheit des sportlichen Anlasses erklären?

In der Jugendriege turnt man meistens nur einmal in der Woche. Auswärtige Anlässe gibt es wenige. Da ist es nicht überraschend, dass das «Spiel ohne Grenzen» zu einem Highlight wird. Für Turnfeste sind die jungen Sportlerinnen und Sportler zu jung. Beim «Spiel ohne Grenzen» bietet sich die Möglichkeit, seinen eigenen Verein zu repräsentieren. Es gibt ausserdem Pokale und andere Preise zu gewinnen. Der Anlass besitzt bei den Kindern und Jugendlichen Prestige, es wird nicht einfach nur zum Plausch mitgemacht. Die Vereine erhalten von uns ein Heftchen zwei Wochen vor dem Anlass, wo wir die diesjährigen sechs Posten beschreiben. Man bereitet sich dann in der Jugendriege dementsprechend darauf vor.

Der Anlass scheint beträchtliche Ausmasse angenommen zu haben. Wann fangen Sie mit der Planung an?

Das Organisationskomitee trifft sich bereits kurz nach dem durchgeführten Anlass. Es wird besprochen, was gut und was schlecht gelaufen ist. Es wird über das ganze Jahr hindurch geplant. (jm)