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«Es ist ein Teufelskreis»

Befragt

«Von vielen angefragten Gewerbetreibenden höre ich immer wieder: ‹Herisau kommt für uns nicht in Frage.› Es ist ein Teufelskreis», sagt Reini Waldburger. «Das Lädelisterben ist ein gesamtschweizerisches Problem.» Der Herisauer Architekt hat vor 15 Jahren das Treffpunktgebäude errichtet, ebenso die Gutenberg-Überbauung oder jetzt das Gebäude «alti Füürwehr». Dort wird demnächst die Bäckerei Kuhn eine Filiale eröffnen. Es sei nicht einfach gewesen, das Interesse der Verantwortlichen zu wecken, sagt Waldburger. «Es ist generell schwierig, Neuzuzüger nach Herisau zu holen.»

Vor allem die umliegenden Städte wie St. Gallen und Abtwil oder Gossau mit den Einkaufszentren würden Kunden aus Herisau anziehen. «In unserer Gemeinde besteht nachweislich eine grosse Kaufkraftabwanderung.» Lädelisterben sei zwar kein neues Problem, habe sich allerdings mit dem Wegzug der Migros aus dem Zentrum verschärft. «Dies ist mitausschlaggebend für das kränkelnde Verkaufsangebot in unserem Dorf.»

Waldburger nimmt allerdings auch die hiesigen Ladenvermieter in die Mangel: Über 60 Prozent der Ladenbetreiber seien nicht Besitzer ihrer Ladengeschäfte. «Die Eigentümer als Vermieter machen klar zu wenig für die Ladenmieter, beispielsweise in Bezug auf eine attraktive Erneuerung der Lokale.» (pag)

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