«Es isch recht gsi»

Benno Keel, Leiter Volkswirtschaft, zieht im Interview Bilanz über den gestern zu Ende gegangenen Herisauer Jahr- und Warenmarkt.

Drucken
Teilen

Herr Keel, als Leiter Volkswirtschaft sind Sie auch für die Märkte verantwortlich. Wie zufrieden sind Sie mit der Ausgabe 2010 des Jahr- und Warenmarkts?

Benno Keel: Ich sage immer: Ich bin zufrieden, wenn die Marktfahrer und Warenverkäufer zufrieden sind. Wenn sie wie heute sagen: «Es isch recht gsi», dann war es ein guter Markt, auch dank des schönen Wetters. Den perfekten Markt gibt es allerdings nicht.

Kleine Probleme tauchen immer mal auf, aber davon merken die Besucherinnen und Besucher in der Regel nichts. Was mir dieses Jahr aufgefallen ist: Es hatte vor allem am Freitag sehr viele Auswärtige. Unsere verstärkte Werbung in den umliegenden Ausserrhoder und St. Galler Gemeinden scheint sich ausbezahlt zu haben.

Wie sehen Sie die Bedeutung des Herisauer Jahrmarkts im Vergleich zu den umliegenden Orten?

Keel: Herisau ist als Vorläufer zur Olma ein beliebter Platz bei Schaustellenden und Marktfahrenden.

Auch für die Herisauerinnen und Herisauer ist der Jahr- und Warenmarkt ein Highlight im Jahresablauf und ein Anziehungspunkt für Gross und Klein. Der jeweils grosse Publikumsaufmarsch zeigt die überregionale Beliebtheit eindrücklich. Von den über 220 eingegangenen Bewerbungen konnten dieses Jahr 21 Bahnen oder Buden sowie 114 Marktfahrende berücksichtigt werden.

Lohnt sich der Aufwand für die Gemeinde?

Keel: Für die Gemeinde lohnt sich der Jahr- und Warenmarkt nicht nur durch die Aufwertung des Dorflebens, sondern er ist Standortmarketing pur. Allerdings ist der Aufwand der Marktverantwortlichen nicht nur während des Anlasses selbst, sondern auch in der Vorbereitung während des Jahres enorm, gilt es doch immer wieder auf neue Wünsche und neue Konstellationen zu reagieren, damit ein erfolgreicher Markt gestaltet werden kann.

Ebenfalls gefordert sind die Mitarbeitenden des Werkhofes, des Gartenbauamtes, des Busbetriebes, die Haus- und Platzwarte, der Kantonspolizei etc., ohne deren Einsatz und Entgegenkommen ein Anlass dieser Grössenordnung gar nicht durchführbar wäre. (pd)

Aktuelle Nachrichten