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«Es gibt kein oben oder unten»

Der ehemalige Wiler Stadtparlamentarier Roman Habrik will Gemeindepräsident von Kirchberg werden. Er geniesst am meisten politischen Rückhalt aller drei Kandidaten. Im Gespräch äussert er sich zum Kiesabbau, dem hohen Ausländeranteil in Bazenheid und neuen Arbeitsplätzen.
Simon Dudle
Auch die Familie ist ihm wichtig: Kandidat Roman Habrik mit Frau Bettina und den Kindern Anina, Joël sowie Yves (von links) in der Ludothek. (Bild: Simon Dudle)

Auch die Familie ist ihm wichtig: Kandidat Roman Habrik mit Frau Bettina und den Kindern Anina, Joël sowie Yves (von links) in der Ludothek. (Bild: Simon Dudle)

Herr Habrik, von den drei Kandidaten werden Sie als einziger von zwei Ortsparteien unterstützt. Sie sind somit Favorit.

Roman Habrik: Ich freue mich über die breite Unterstützung und möchte ein Gemeindepräsident für alle sein. Ich habe keine Berührungsängste von links sowie rechts und bin für ein breites Spektrum wählbar. Ich hoffe, im ersten Wahlgang das beste Resultat zu machen. Unter den drei Kandidaten einen Favoriten auszumachen, ist aber schwierig.

Die SP unterstützt «nur» Sie und nicht Parteikollege Michael Sutter.

Habrik: Soziale Themen und das Umweltbewusstsein sind mir wichtig. Ich bringe eine gewisse internationale Lebenserfahrung mit und bin trotzdem regional verankert. Dies könnte eine Rolle gespielt haben.

Ist es nicht unglücklich, dass die Findungskommission gleich zwei FDP-Vertreter portiert hat?

Habrik: Es geht bei dieser Wahl um Menschen. Die Parteizugehörigkeit sollte eine untergeordnete Rolle spielen. Die Findungskommission hatte die Aufgabe, die beiden besten auszuwählen. Es wäre nicht gut gewesen, jemanden zurückzustufen.

Von den drei Kandidaten wohnen Sie am wenigsten lang in der Gemeinde. Wie sehr Kirchberger sind Sie schon nach drei Jahren?

Habrik: Wir sind sehr gut in der Gemeinde angekommen und wachsen immer mehr ins Dorfleben, auch dank der Kinder.

Haben Sie beim Bekanntheitsgrad noch Aufholbedarf?

Habrik: In Bazenheid und Gähwil kannte man mich zu Beginn des Wahlkampfs noch nicht so gut. Ich hoffe, dass sich dies mit den Podien geändert hat. Der Wahlkampf geht weiter.

Früher waren Sie in Wil aktiv. Was sind die Hauptunterschiede zwischen den beiden Gemeinden?

Habrik: In erster Linie fehlt in Kirchberg der Parlamentsbetrieb. Den braucht es aber nicht in einer Gemeinde dieser Grösse. Es gibt viele Parallelen, trotzdem ist ein Vergleich schwierig.

Wie erleben Sie das Verhältnis zwischen Kirchberg und Bazenheid?

Habrik: Für mich sind alle Dörfer gleichberechtigt. Es gibt kein oben oder unten. Der knappe Schulraum in Bazenheid ist sicher ein Thema. Es geht nicht darum, die Dörfer gegeneinander auszuspielen.

Bazenheid hat einen hohen Ausländeranteil. Ist das ein Problem?

Habrik: Es ist eine Herausforderung. Ich bringe einiges an Erfahrung mit, da ich in Wil der Integrationskommission angehört habe. Im Lindenhof-Quartier ist der Ausländeranteil auch hoch. Wichtig ist, die Schüler so früh wie möglich abzuholen, so dass sie Deutsch lernen können. Die Schulen in Kirchberg und Bazenheid geniessen zum Glück einen guten Ruf.

Sie haben sich bereits in Ihrem Studium mit Kiesabbau befasst. Das Thema ist in Kirchberg ein Dauerbrenner.

Habrik: Kiesabbau ist in Kirchberg effektiv seit Jahrzehnten ein Thema und gehört zur Gemeinde. Im Chrobüel wurde für die Umweltverträglichkeitsprüfung eine Voruntersuchung gemacht. Auch wenn es ein Eingriff in die Natur ist, so stehe ich diesem Thema positiv gegenüber.

Wo wollen Sie einen Schwerpunkt setzen als Gemeindepräsident?

Habrik: Es wäre schön, wenn wir betreffend Arbeitsplätzen auch vermehrt neue Branchen wie zum Beispiel die Informatik ansprechen würden. In Stelz, Bazenheid oder dem Harfenberg Kirchberg hat es noch Potenzial.

Beisst sich das nicht mit Wil West, wo auch hochwertige Arbeitsplätze angesiedelt werden sollen?

Habrik: Das würde sich ergänzen.

Christoph Häne hört nach 24 Jahren im Amt auf. Wie gross ist der Respekt vor den grossen Fussstapfen, in welche Sie treten würden?

Habrik: Respekt muss man haben. Ich könnte allerdings eine gut funktionierende Verwaltung übernehmen. Das Team ist etwa gleich gross wie jenes bei Bühler in Uzwil, das ich führe. Ich traue mir das auf jeden Fall zu.

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