Es gibt Geld für die Helfervereine

Die helfenden Vereine des Appenzeller Kantonalen Turnfestes erhalten eine «Gratifikation». Ein sehr positiver Abschluss erlaubt den Organisatoren eine grosszügige Entschädigung. Geleistet wurden rund 30 000 Helferstunden.

Bruno Eisenhut
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Rund 9400 Turnerinnen und Turner nahmen am Appenzeller Kantonalen Turnfest teil. (Bild: apz)

Rund 9400 Turnerinnen und Turner nahmen am Appenzeller Kantonalen Turnfest teil. (Bild: apz)

TURNSPORT. Exakte Zahlen liegen zwar noch nicht vor, weil noch «eine Anzahl Helferstunden» nicht abgerechnet worden sind, wie OK-Präsident Emil Nisple sagt. «Aber der finanzielle Erfolg des <Kantonalen> erlaubt uns, die Vereine der Helfenden grosszügig zu entschädigen.» Denn die Entschädigungen gehen, wie schon vor dem Fest abgesprochen, an die Vereine, aus denen die Helfenden stammen, nicht an Privatpersonen. «Für die Vereine werden die Entschädigungen gesamthaft in der Grössenordnung zwischen 500 000 und 600 000 Franken liegen», so Nisple.

Trotz teurer Infrastruktur

Dieser Überschuss sei möglich geworden dank der enorm gut frequentierten Festwirtschaft, die ihrerseits angekurbelt wurde durch das gute Wetter – und natürlich auch durch die Rekordbeteiligung von mehr als 9400 Teilnehmenden aus allen Deutschschweizer Kantonen. Und aus allen Generationen: «Wer sieht heute noch so viele Jugendliche und so viele Veteranen, die mit Begeisterung gemeinsam an einem Vereinsanlass teilnehmen?», hatte sich der OK-Präsident an der Schlussfeier gefreut. Und Kantonalpräsident Peter Abegglen hatte den Organisatoren attestiert, sie hätten «hervorragende Arbeit geleistet».

Der Reingewinn ist umso erfreulicher, weil «wir als Folge der Dezentralisation auf drei verschiedene Wettkampfanlagen eine sehr teure Infrastruktur hatten», blickt der OK-Präsident zurück. Ein Fest in dieser Grössenordnung benötigt viele Helfende; beim «aktf14» waren es letztlich gegen 2000. Gesamthaft wurden, das lässt sich jetzt schon abschätzen, rund 30 000 Stunden Freiwilligenarbeit geleistet. Somit ist es möglich, jede geleistete Stunde mit 14 Franken zu entschädigen – und zusätzlich mit einem Fünfliber, weil auf ein Abschlussessen für die Helfenden verzichtet wird. Diesen Anlass gibt es aus zwei Gründen nicht: Erstens könnte wohl kein Datum gefunden werden, das auch nur annähernd allen passen würde; zweitens ist die Infrastruktur für eine derartige Menge (Riesenfestzelt oder ähnliches) schlicht nicht mehr vorhanden.

Bisher grösster Anlass

Angesichts dieses Ergebnisses wird die Defizitgarantie des Kantons in der Höhe von 10 000 Franken nicht beansprucht. Diese Zahlen belegen, dass das «aktf14» der grösste jemals in Appenzell durchgeführte Anlass ist – und es wohl auf Jahre, eher wohl auf Jahrzehnte hinaus, auch bleiben wird.

www.aktf2014.ch

Die Organisatoren des Appenzeller Kantonalen Turnfest 2014. (Bild: pd)

Die Organisatoren des Appenzeller Kantonalen Turnfest 2014. (Bild: pd)