«Es geht Kindern wie Ihnen»

Der Vorstand der Mittelstufe hat zwei neue Mitglieder. Nach den Geschäften standen ein Referat von Andreas Müller sowie Führungen auf dem Programm.

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Andreas Müller referierte an der Mittelstufenkonferenz. (Bild: pd)

Andreas Müller referierte an der Mittelstufenkonferenz. (Bild: pd)

ST. GALLEN. «Wie ist es jenen ergangen, die länger stehen bleiben mussten?», fragte Andreas Müller. Der Autor, Dozent und Gesamtleiter des Instituts Beatenberg hatte den Lehrpersonen der Mittelstufe ein Rätsel präsentiert und gesagt: «Wer die Lösung weiss, setzt sich.» Das Beispiel zeigte: Die Kompetenz entspricht nicht immer der Performance – zum Beispiel wegen Stress. «Es geht den Kindern manchmal so wie Ihnen. Emotionen beeinflussen die Leistung.»

Andreas Müller strich mit eindrücklichen Beispielen die Bedeutung der Beziehungsebene hervor, der Selbstgestaltungskompetenzen, der lernrelevanten Faktoren, der Identifikation mit der Schule, mit Personen, mit Tätigkeiten. Er ging auf die Tatsache ein, dass die heutige Generation auf sofortige Bedürfnisbefriedigung aus sei (Fernsehen, PC, Internet), der «Erledigungscharakter» in der Schule aber selten erfolgreich sei.

Wechsel im Vorstand

Vor dem Referat hatte im reformierten Kirchgemeindehaus St. Mangen die Mitgliederversammlung stattgefunden. Aus dem Vorstand schied Marcel Hartmann aus: Er ist seit dem Sommer nicht mehr als Lehrer, sondern als Schulleiter tätig. Als Nachfolger stellte sich Roland Kaufmann (Waldstatt) zur Verfügung. Im präsidiumslosen Vorstand verbleiben Daniela Cahenzli (Lutzenberg), Marion Schwarz (Teufen) und Lukas Pfiffner (Herisau). Gabi Knöpfel (Stein) liess sich als fünftes Mitglied in den Vorstand wählen. Die Konferenz nominierte Margrith Hartmann aus Herisau als Vertretung in der Lehrmittelkommission des Kantons.

Historische Rundgänge

Nach dem Essen lernten die Lehrpersonen Historisches kennen: In sieben Führungen ging es um die Textilgeschichte, die Stadt von oben, Geschichten starker Frauen, verborgene Schätze, die Universität, prunkvolle Erker und Stadtärzte. (pd)