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«Es esch weder choge schöö gsi»

Obwohl nur knapp 60 Kilometer vom Toggenburg entfernt, kennen die meisten das Vorarlberger Silbertal nur vom Hörensagen. Das erste Ziel der Männerriege Alt St. Johann war die Talstation der Kristbergbahn.
Franz Bollhalder
Auf der Freilichtbühne des Silbertals wurde das Erinnerungsfoto der Männerriegler geschossen. (Bild: pd)

Auf der Freilichtbühne des Silbertals wurde das Erinnerungsfoto der Männerriegler geschossen. (Bild: pd)

Obwohl nur knapp 60 Kilometer vom Toggenburg entfernt, kennen die meisten das Vorarlberger Silbertal nur vom Hörensagen.

Das erste Ziel der Männerriege Alt St. Johann war die Talstation der Kristbergbahn. Dort befindet sich die 2000 m² grosse Freilichtbühne Silbertal. Diese verfügt über 450 überdeckte Sitzplätze. Vergleiche mit dem Klanghaus am Schwendisee sind erlaubt, deshalb wurde hier auch das obligate Erinnerungsfoto der 30 Männerriegler geschossen. Auf 1400 Metern Höhe war der Ausgangspunkt der Wanderung auf einem sehr schönen Panoramaweg. Die steilen Wiesenborde stehen dem Hinterberg in nichts nach und lassen das harte Leben auch dieser Bergbauern erahnen. Der einheimische Adolf Zudrell, Wirt der «Knappastuba», erzählt den Männern in der aus dem 13. Jahrhundert stammenden St.-Agatha-Kapelle die Geschichte dieses Tales. Silbererz und Kupfererz wurden abgebaut, hier geschmolzen und nach Hall im Tirol zur Weiterverarbeitung gebracht. Damit war sicher ein bescheidener Wohlstand verbunden. Typische Walserhäuser und Ställe weisen auf die Einwanderungen der Walser hin. Mit diesen bleibenden Eindrücken begaben sich die Männer auf dem Panoramaweg zur Mittagsrast ins Gasthaus zur Mühle. Die Stimmung war auch hier fröhlich; die Tochter des Gastwirtes spielte auf der Handorgel spontan stimmige Takte. Der stets gut aufgelegte Hansjakob lässt sich mit der Serviertochter zu einem Tänzlein hinreissen. Vier Spielwütige probieren einen neuen Jass. In Bartolomäberg, einer Gemeinde mit Geschichte seit dem 12. Jh. im Silbertal, gilt es die Pfarrkirche aus dem 18. Jahrhundert zu besichtigen. Die harten und unbequemen Bänke laden nicht zum Verweilen ein. Ein Jödeli gelingt aber trotzdem zum besten. Doch alles Vergnügen hat einmal ein Ende: Die Männer brechen zur Weiterfahrt auf. In Altach, dem Dorf im Rheintal, wo sich Erich Eugster und Erwin Huber ihrem Hobby, dem Krippenbauen, widmen, wird im «Hirschen» zur Abendverpflegung eingekehrt. Dabei ist zu vernehmen, dass vorgesehen ist, in der Propstei von Alt St. Johann die Krippenbauten der Toggenburger Künstler einem breiten Publikum zu zeigen. So neigt sich der interessante Ausflugstag seinem Ende zu. Viele schöne Eindrücke werden in Erinnerung bleiben. Vieles ist durchaus vergleichbar: die Landwirtschaft, das Gewerbe, die Landschaft, der Tourismus. Besonders schmuck sind die Häuser, auch neue moderne Flachdachbauten scheinen nicht zu stören. Aber überall spürt man, dass gearbeitet wird. Adelbert Looser, der noch diesen Monat seinen 85. Geburtstag feiern darf, sagte es so: «Es esch weder emol choge schöö gsi.»

Nächstes Jahr führt die Männerriegenreise für drei Tage ins Neuenburgische, in die Gegend der letzten Landesausstellung.

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