ERWEITERUNG: Diskussionen über Umzonung

Die Ramsauer Carreisen AG will in Herisau eine Busgarage bauen. Der Einwohnerrat hat dafür den Teilzonenplan Schlossstrasse erlassen. Unumstritten war die Vorlage allerdings nicht.

Jesko Calderara
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Das betroffene Areal liegt neben dem SAK-Gebäude (rechts). (Bild: ALE)

Das betroffene Areal liegt neben dem SAK-Gebäude (rechts). (Bild: ALE)

Der Einwohnerrat hat am Mittwoch den Teilzonenplan Schlossstrasse verabschiedet. Nach einigen Diskussionen stimmten 22 Einwohnerrätinnen und Einwohnerräte für die Vorlage, während sich 8 dagegen aussprachen. Damit kann ein 2600 Quadratmeter grosses Grundstück der Ramsauer Carreisen AG von der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen in die zweigeschossige Wohn- und Gewerbezone umgezont werden. Das Areal liegt zwischen der Häuserzeile an der Schlossstrasse und der Glatt, unweit des Schulhauses Müli. Es war einst eine stra­tegische Reserve der St. Gal­lisch-Appenzellischen Kraft­werke (SAK). Das Unternehmen benötigt das Grundstück nicht mehr. Es gebe auch keinen anderen Bedarf einer öffentlichen Nutzung des Bodens, sagte Gemeinderat Max Eugster. «Die Einteilung in die Gewerbezone macht Sinn, zumal die angrenzenden Areale in der gleichen Zone liegen.»

Mit diesem Schritt werden die planungsrechtlichen Grundlagen für das Vorhaben der Ramsauer Carreisen AG geschaffen. Die Firma will eine Garage für Reisecars bauen. Gegen das Vorhaben gibt es unter den Anwohnern Widerstand. Sie befürchten Lärmemissionen und durch die Zunahme des Reisecarverkehrs auf der Schlossstrasse eine ­Gefährdung der Schüler. Im Einwohnerrat gab es Verständnis für diese Argumente. Einige Mitglieder des Gemeindeparlaments bezweifelten, dass eine Busgarage ins Quartier passt. Anderseits gab es auch Zustimmung für den Wunsch eines Gewerbebetriebs nach einer Erweiterung. «Das Bauprojekt ist nicht Gegenstand des Teilzonenplans», gab Max Eugster zu bedenken. Auf die ­Befürchtungen könne erst später eingegangen werden. (cal)