Erwartungen an Präsidenten

Herisau ist eine sehr gut geführte Gemeinde. Wir wohnen fast unser ganzes Leben lang hier und uns gefällt es. Wir sind dankbar für die Arbeit, die bis heute vom Einwohnerrat, dem Gemeinderat und speziell von den bisherigen Gemeindepräsidenten geleistet wurde.

Marianne und Peter Kleiner- schläpfer Sonnenböhl 3756 9100 Herisau
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Herisau ist eine sehr gut geführte Gemeinde. Wir wohnen fast unser ganzes Leben lang hier und uns gefällt es. Wir sind dankbar für die Arbeit, die bis heute vom Einwohnerrat, dem Gemeinderat und speziell von den bisherigen Gemeindepräsidenten geleistet wurde. Wir möchten gerne, dass es so bleibt; dass nicht Polarisierung einkehrt, sondern dass der Friede, die Freundlichkeit und die Heimatlichkeit in Herisau erhalten bleiben. Etwas gibt es allerdings, das uns stört: die vielen verlotterten, hässlichen Häuser an den Einfallsstrassen und im Dorfkern. Sie sind fast durchwegs denkmalgeschützt und darum nur beschränkt umzugestalten; ein Umbau wird zudem sehr kostspielig. Hier muss in den nächsten Jahren etwas gehen. Wir würden uns freuen, wenn wieder attraktiver Wohnraum im Dorfkern entstünde, was hiesse, dass die Wohnungen modernen Ansprüchen genügen müssten. Hier erwarten wir vom neuen Gemeindepräsidenten, dass er sich kraftvoll einbringt und Remedur schafft. Wer wäre dazu nicht geeigneter als Ueli Strauss, der Raumplaner ist. Wer ihm begegnet, erlebt Tatkraft, Entschlossenheit, Unabhängigkeit, Optimismus und die notwendige Durchsetzungsfähigkeit. Dass er seine Familie erst dann nach Herisau nachziehen lässt, wenn es schulisch für seine Kinder passt, lässt uns auch Sensibilität und Rücksichtnahme vermuten.

Diese Überlegungen lassen uns überzeugt für Ueli Strauss eintreten, wir werden ihn mit Freude wählen.

Ich weiss, wem ich vertraue

Für das von der Appenzeller Zeitung gut durchgeführte Podiumsgespräch mit den zwei Kandidaten bin ich sehr dankbar. Ich ging nicht ins Casino, um mehr über Parteizugehörigkeit, Wohn- und Arbeitsorte oder dergleichen zu erfahren.

Ich ging ins Casino, um zu hören, zu fühlen und zu erkennen, wem ich mein Vertrauen schenken will. Ich wollte wissen, wer Fragen versteht und sie verständlich beantwortet – oder aber klar ausdrückt, warum er zum jetzigen Zeitpunkt keine Antwort geben kann. Ich wollte wissen, wer mutig genug ist, Unbequemes (z.B. Ungewissheit mit der Busa) nicht zu beschönigen, Gefahren und Probleme verschiedenster Natur beim Namen zu nennen, zu analysieren und Lösungsmöglichkeiten zu sehen. Ich wollte vor allem spüren, was die zwei Kandidaten antrieb, das schwierige Amt eines Herisauer Gemeindepräsidenten übernehmen zu wollen.

Ich wünschte mir nämlich eine Person, die nicht der Stellung wegen antritt, sondern weil die Herausforderungen locken, die Möglichkeit zu gestalten, zu verändern, eine lebenswerte Zukunft zu schaffen, unsere lebenswerte Zukunft? Ich weiss, in wen ich mein Vertrauen setze. Ich weiss, wer meine Erwartungen erfüllen kann. Ich wähle Ueli Strauss, weil ich ihm glaube, was er sagt. Ich wähle Ueli Strauss, weil er realistisch Wichtiges von Wünschenswertem trennt und mich sein Fachwissen und seine Sachkenntnis überzeugen.

Ich wähle Ueli Strauss, weil wir und Herisau einen couragierten Mann brauchen, einen Macher, der voller Freude und Energie an die Arbeit gehen wird.

Ein Wunderkind?

Geht es nach den Leserbriefschreibenden der FDP, so muss ihr Kandidat für das Gemeindepräsidium von Herisau ein wahres Wunderkind sein. Eines, das Herisau nun endlich vorwärts bringt und all jenes bewerkstelligt, was der ehemalige Gemeindepräsident aus gleicher Partei offensichtlich nicht geschafft hat. Doch was wissen wir von dem vermeintlichen Übermann eigentlich alles? Wir wissen, dass er das Raumplanungsamt des Nachbarkantons leitet und die Bevölkerungszahlen trotzdem stagnieren. Wir wissen, dass er im Militär einen höheren Rang bekleidet hatte, und wir wissen, dass er nun – und dies aus rein wahltaktischen Gründen – seine Schriften beim FDP-Kantonalpräsidenten einquartiert hat. Wir wissen, dass er bei einer allfälligen Wahl eine Wohnung in Herisau suchen wird und seine Familie aus nicht nachvollziehbaren Gründen weiterhin in Wittenbach wohnhaft bleibt, obwohl Herisau mit «Neigung» ein wirklich kluges Oberstufenschulsystem geschaffen hat, das auch ganz bestimmt seine Kinder ansprechen könnte. Weiter wissen wir, dass der Forstingenieur aus St. Gallen das Dorf Herisau im Moment lediglich aus rein raumplanerischer Sicht kennt. Dass die FDP Herisau auf einen auswärtigen Parteisoldaten zurückgreifen muss, weil sie nicht fähig ist, Personen aus den eigenen Reihen zu portieren, ist das eine. Dass der auswärtige Kandidat bis heute kein klares Bekenntnis darüber abgegeben hat, dass er sich in naher Zukunft samt seiner Familie in Herisau niederlassen wird, ist das andere. Die FDP stellt heute im siebenköpfigen Gemeinderat zwei Mitglieder. Aufgrund ihrer Wählerstärke hat sie kein weiteres Mitglied verdient.

Ich wähle deshalb jemanden, der seit 23 Jahren seine Steuern in Herisau begleicht und Bindeglied zwischen allen Parteien sein kann: Renzo Andreani!