Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

ERWACHSENENBILDUNG: «Da fliesst viel Herzblut»

Jährlich nehmen über 700 Personen das Angebot der Weiterbildung Mittelland AR wahr. Freiwilligenarbeit macht dies erst möglich. Der jetzige und der frühere Vereinspräsident blicken gemeinsam zurück.
Martin Hüsler
Bruno Eigenmann und Dieter Leopold lassen die Geschichte der Weiterbildung Mittelland AR Revue passieren. (Bild: Urs Bucher)

Bruno Eigenmann und Dieter Leopold lassen die Geschichte der Weiterbildung Mittelland AR Revue passieren. (Bild: Urs Bucher)

Martin Hüsler

redaktion@appenzellerzeitung.ch

Wir alle haben in der Schulzeit einen Wissens- und Bildungsrucksack gefüllt bekommen, von dessen Inhalt wir mehr oder minder eifrig zehren. Viele belassen es aber beim Zehren und denken nicht mehr ans Mehren. Weil aber Stillstand auch punkto Bildung Rückschritt bedeutet, tun wir gut daran, aktiv zu werden. Hilfe dazu bieten unter anderem die vielfältigen Möglichkeiten der Erwachsenenbildung. In den fünf Gemeinden Teufen, Bühler, Gais, Speicher und Trogen bietet die Weiterbildung Mittelland AR seit 25 Jahren beste Voraussetzungen dafür.

Für Erwachsene bestand schon immer Gelegenheit, sich weiterzubilden. Der Begriff «Volkshochschule» steht dafür. Es gab sie auch im Appenzellerland, doch mangelndes Interesse liess sie von der Bildfläche verschwinden. Hierauf entstanden in einzelnen Dörfern spontane Bildungszirkel. Anfang der 1990er-Jahre gab die Landesschulkommission den Anstoss, der Erwachsenenbildung wieder Auftrieb zu verleihen. Ein paar Frauen aus Teufen nahmen den Faden auf und bildeten eine Arbeitsgruppe für das Mittelland: 1993 organisierten sie elf Kurse, an denen rund 120 Personen teilnahmen: Der Anfang der Weiterbildung Mittelland AR, wie sie heute jubiliert, war gemacht. Es bildete sich in der Folge ein Verein, dessen einzige Mitglieder die fünf Mittelländer Gemeinden sind.

Fünfköpfiger Vorstand hat sich gebildet

Von November 2011 bis August 2017 präsidierte Bruno Eigenmann den Verein. Für den einstigen Trogner Gemeindepräsidenten, der dieses Amt sehr gerne ausgeübt hatte, war es fast eine Selbstverständlichkeit, sich weiter in den Dienst der Öffentlichkeit zu stellen. Er tut dies auch jetzt noch als Projektleiter für Deutschkurse. Diese Kurse sind gedacht für Ausländerinnen und Ausländer mit Aufenthaltsbewilligung und dienen der besseren Integration. Derzeit lernen 77 Teilnehmende in sieben leistungsabgestuften Klassen Deutsch. Nachfolger Eigenmanns wurde der früher in Trogen wohnhafte Dieter Leopold aus Niederteufen. Der Bankfachmann ist bei der Raiffeisen zuständig für das Bankgeschäft auf dem Platz St. Gallen. Von seinem Engagement bei der Weiterbildung Mittelland AR zeigt er sich sehr angetan. Ihm zur Seite stehen im Vorstand Vreni und Reto Gmür aus der Lustmühle, Elisabeth Büche aus Speicher sowie Maggie Mesmer aus Niederteufen.

«Die Seele sind die Frauen»

Sowohl Bruno Eigenmann als auch Dieter Leopold ist es ein grosses Anliegen, das riesige Engagement jener Frauen in den Vordergrund zu rücken, welche die Kurse organisieren: «Immer wieder warten sie mit überraschenden Ideen auf, die sie dann sozusagen zu Kursen veredeln. Man kann sagen, dass diese Frauen die Seele der Weiterbildung Mittelland AR darstellen und für ihre Aufgabe viel Herzblut verströmen lassen.» Als Kursorganisatorinnen fungieren Gianna Wienandts aus Teufen, Barbara Dieckmann und Mirjam Veser aus Bühler, Esther Pircher, Patrizia Räber und Isabelle Zürcher aus Gais, Eva Fischbacher, Nicole Ganz und Barbara Schär aus Speicher, Fabienne Carniello und Fabienne Egger aus Trogen sowie Eva Schindel aus St. Gallen.

Aus den beschiedenen Anfängen vor mittlerweile 25 Jahren hat sich ein Kursangebot entwickelt, das sich sehen lassen darf und ein breites Spektrum abdeckt. Für jedes Halbjahr wird ein neues Programm auf die Beine gestellt, das auch Interessierten offen steht, die nicht im Mittelland wohnen. Es gelangt per Faltblatt in alle Mittelländer Haushaltungen und ist im Internet auf www.webmittelland.ch einsehbar. Die Organisatorinnen und der Vorstand arbeiten ehrenamtlich, wogegen die Kursleiterinnen und Kursleiter ein Entgelt auf professioneller Basis erwarten dürfen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.