Erstmals seit 2005 wird in Grub eine Viehschau durchgeführt

Anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums der örtlichen Viehzuchtgenossenschaft fahren am Samstag in Grub sieben Bauern mit ihrem Vieh auf.

Mea McGhee
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An der Jubiläums-Viehschau in Grub band jeder Bauer seine Tiere an eine eigene «Betriebslatte». (Bild: Mea McGhee)

An der Jubiläums-Viehschau in Grub band jeder Bauer seine Tiere an eine eigene «Betriebslatte». (Bild: Mea McGhee)

Die Viehzucht-Genossenschaft Grub feiert ihr 100-jähriges Bestehen. Zur Jubiläumsschau fuhren am Samstag sieben Bauern auf. Die Betriebsgemeinschaft von Thomas und Hans Mösli präsentierte sich mit 45 Tieren und mit Senntum. Die Kühe von Dominik und Josef Nauer waren schon von Weitem zu hören, trugen sie doch Innerschweizer Treicheln.

In den letzten Jahren in Heiden zu Gast

Erstmals seit 2005 wurde in Grub wieder eine Viehschau durchgeführt, in den vergangenen Jahren genossen die Mitglieder der Viehzuchtgenossenschaft Grub an der Schau in Heiden Gastrecht. «Alle, die heute ihre Tiere präsentieren, haben bei den Vorbereitungen geholfen», sagte Viehschaupräsident Alfred Eisenhut. Eisenhuts, gleich oberhalb des Schauplatzes Ebni zu Hause, trieben ihr Vieh morgens extra ins Dorf und liessen es dort weiden, um später die Auffuhr zu eröffnen.

Ein Bauer fuhr mit Senntum auf.
7 Bilder
Beliebtes Fotosujet.
Die einzige Kuh mit Hörnern auf dem Platz.
Auf Tafeln stellen die Bauern ihre Betriebe und Familien vor.
Die Gäste warten auf die Kür der Besten.
Kopfschmuck und Treicheln werden erst am Abend wieder gebraucht.
Kühe aus verschiedenen Herden beschnuppern einander.

Ein Bauer fuhr mit Senntum auf.

Für jede Herde eine Latte

An der Schau zum 100-jährigen Bestehen der Viehzuchtgenossenschaft Grub stand jedem Züchter eine Betriebslatte zur Verfügung. Hier wurde vom Galtlig bis zu Dauerleistungstieren das Vieh der Reihe nach angebunden. Individuell gestaltete Tafeln informierten die Besucher über die Höfe und ihre Besitzer. Für geschichtlich Interessierte waren alte Brenneisen, eine mobile Esse oder Ohrzangen ausgestellt, mit denen die Kühe früher gekennzeichnet wurden. Heute tragen alle Ohrmarken aus Plastik.

Zwei Experten im Einsatz

Die Experten Andreas Hohl, Wald, und Marco Wildhaber, Flums, bewerteten die Tiere. Zunächst wurden sie abteilungsweise angebunden, ehe die Experten jeweils die fünf Favoritinnen in den Ring baten. Hier entschieden die Qualität des Euters, das Fundament und das Becken über den Sieg in der jeweiligen Kategorie. Nach dem Mittag hatte der Nachwuchs anlässlich des Vorderländer Jungzüchterwettbewerbes seinen grossen Auftritt. Für die Kinder gab es zudem einen Wettbewerb. Wer im grossen Sandhaufen eine von 20 vergrabenen Murmeln fand, durfte einen Preis abholen. Am 28. September findet in der Turnhalle Grub der Schauabend statt. Für dessen Organisation zeichnet Johannes Rechsteiner verantwortlich.