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Erstligist SC Herisau versagt im Kollektiv

Der SC Herisau lässt gegen ein sehr bescheidenes Reinach die Wende vom 3:0 zum 3:6 zu. Alle Gegentreffer fallen nach Spielmitte.
Lukas Pfiffner
An Torhüter Bauer lag es nicht, dass die Herisauer nach Spielmitte sechs Gegentreffer kassierten. (Bild: Mea McGhee)

An Torhüter Bauer lag es nicht, dass die Herisauer nach Spielmitte sechs Gegentreffer kassierten. (Bild: Mea McGhee)

Die Eindrücke nach 30 Minuten sind deutlich. Herisau hat am Mittwoch im Heimspiel gegen die Red Lions Reinach alle Vorteile in der Hand. Sein Spiel ist zwar fehlerhaft und da schon von Stürzen und Missverständnissen mitgeprägt, aber deutlich besser als jenes des Gastes. Dieser hat lange wenig zu bieten ausser einem tüchtigen Torhüter und einem dominanten Routinier Schnyder.

Denkwürdige Wende

Herisau kommt einfach zu drei Toren: Jeitziner trifft präzis in die Ecke, Pace nach schöner Kombination, Jäppinen glücklich im ersten Powerplay. Nur gerade vier Verteidiger und neun Stürmer sind bei Reinach im Einsatz. Angesichts dieser steinzeitlichen Bedingungen die Einstellung, das Tempo und den Zug Richtung Tor beibehalten? Nein, den Herisauer Spielern steht der Sinn nicht danach. Es folgt eine der denkwürdigsten Resultatkehren der vergangenen Jahre im Sportzentrum. Dass das Anschlusstor der Gäste ein veritables Eigentor von Olbrecht ist, dass sich enorme Lücken öffnen, dass die Einheimischen den bedauernswerten Goalie Bauer zunehmend im Stich lassen, sind im zweiten Drittel Zeichen der unangenehmen Art.

Miserablen Lauf nicht beendet

Das Time-out, das Trainer Markus Rechsteiner nach dem Tor zum 3:3 in der 36. Minute nimmt, beendet Herisaus miserablen Lauf nicht. Das Versagen ist kollektiv, es umfasst die Jungen wie auch die erfahreneren Leistungsträger. Es führt den SCH nach zwei Siegen ins Debakel und Reinach in die erste Tabellenhälfte. Leute mit so klingenden Namen wie Rosamilia, Allabauer, Mezsargs und Bonga-Bonga werden von den Herisauern stark gemacht. Sie trauen wohl ihren eigenen Augen und Stöcken kaum, wie diese Wende möglich wird.

Rasche Rehabilitation möglich

Die Reinacher erzielen sechs Tore, so viele wie noch nie in dieser Saison und pro mitgereisten Anhänger ziemlich genau eines. Herisau erhält die Quittung für einen in der zweiten halben Stunde lamentablen Auftritt. Nach dem vierten Gegentor lässt sich eine gewisse Wut und eine Intensitätssteigerung ausmachen. Pace, Rotzinger, Timo Koller haben Chancen – es folgt die Aussicht, im Powerplay das 4:4 anzustreben. Das Überzahlspiel ist aber schwach, und es wird durch eine eigene Strafe wegen eines unkorrekten Spielerwechsels beendet.

Chance auf Rehabilitation

Der SCH hat die rasche Chance, sich vor eigenem Publikum für diese enttäuschende zweite Spielhälfte zu rehabilitieren: Morgen Samstag um 17.30 Uhr empfängt er den EHC Burgdorf. Dieser liegt zwei Ränge hinter Herisau, hat aber nur einen Punkt weniger auf dem Konto.

Rote Kugeln in der VIP-Lounge

In der ersten Pause fand die Auslosung für die dritte Runde des Swiss Ice Hockey Cup 2020/21 statt. Als Delegation des Verbandes weilten Roland Flückiger, Ivan Fanconi, Harry-Louis Beringer und der einheimische Adrian Tschenett in der VIP-Lounge. Die Herisauer Gemeinderätin Irene Hagmann entnahm den beiden Behältern rote Kugeln mit den Namenskärtchen, Tschenett (Leiter der 3. Liga und Chef Ressort Cup in der Region Ostschweiz) las die ausgelosten Mannschaften vor. In der ersten Runde hatten die Dritt- und Viertligisten unter sich gespielt, für die Auslosung in der zweiten und dritten Runde kamen Zweitligisten resp. Erstligisten dazu. «Nur nicht ins Tessin», hoffte Herisaus Sportchef Matthias Popp. Sein Wunsch wurde erfüllt: Die sechste Paarung ergab Dielsdorf – Herisau. Die Partien werden am übernächsten Wochenende gespielt. Das unterklassige Dielsdorf (2. Liga) geniesst gegen den SCH Heimrecht. (pf)

Die Herisauer Gemeinderätin Irene Hagmann lost die Partien der dritten Vorrunde des Schweizer Cups 2020/21 aus. (Bild: Mea McGhee)

Die Herisauer Gemeinderätin Irene Hagmann lost die Partien der dritten Vorrunde des Schweizer Cups 2020/21 aus. (Bild: Mea McGhee)

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