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Klimaaktivisten gehen zum ersten Mal auch in Innerrhoden auf die Strasse

Am Samstag fand in Appenzell die erste Klimademo Innerrhodens statt. Rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben lautstark auf ihre Anliegen aufmerksam gemacht.
Alessia Pagani
Rund siebzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen am Samstag an der ersten Innerrhoder Klimademo in Appenzell teil. (Bild: Alessia Pagani)

Rund siebzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen am Samstag an der ersten Innerrhoder Klimademo in Appenzell teil. (Bild: Alessia Pagani)

Gerechnet haben sie mit 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, gekommen waren rund 70. Am Samstag organisierte die Klimajugend Appenzell eine Klimademo. Während in der Schweiz und weltweit seit Monaten an Freitagen unter dem Motto "Fridays for Future" gestreikt und demonstriert wird, war die Demo in Appenzell die erste, die in Innerrhoden stattgefunden hat. Die Mitbegründerin der Gruppe Klimajugend Appenzell, Tamara Kalt, sagt:

«Schweizweit gehen die Menschen auf die Strasse, und verlangen von der Politik, dass diese den Klimanotstand ausruft. Da braucht es auch uns Innerrhoder.»

«Wir benötigen für unsere Anliegen die Mithilfe von jedem einzelnen von euch. Wir freuen uns, dass ihr so zahlreich erschienen seid», so die 17-Jährige an die Demonstranten gerichtet. Diese machten sich kurz nach 14 Uhr von der Kirche St. Mauritius auf via Hauptgasse zum Postplatz und von da zum Landsgemeindeplatz, der den Endpunkt der ersten Klimademo in Appenzell bildete.

Aufruf via Soziale Medien und Whatsapp

An der ersten Innerrhoder Klimademo waren von Kleinkindern bis Senioren alle Altersgruppen vertreten. «Wir machen es für die nächsten Generationen, für unsere Kinder und Grosskinder», so eine ältere Teilnehmerin über ihre Motivation. Zur Demo aufgerufen hatte die Klimajugend via Whatsapp und Instagram. Zudem wurden Flyer verteilt.

Mit selbstgebastelten Plakaten machten die Aktivisten auf ihre Anliegen aufmerksam. Darauf standen Parolen wie «No Planet B», «d’Zit rennt, es brennt» oder «Der Klimawandel betrifft uns alle». Mit Sprüchen wie «Wäre die Umwelt eine Bank, hättet ihr sie längst gerettet» wandten sich die Teilnehmer direkt an die Politikerinnen und Politiker. «Die Regierung, so auch die Innerrhoder, soll die Umweltkrise anerkennen und entsprechend handeln», so Tamara Kalt. «Wir brauchen die Politikerinnen und Politiker, um unsere Zukunft zu sichern.» Dass sich die Teilnehmer über ihre Zukunft und die Auswirkungen des Klimawandels Gedanken machen, zeigten auch die Parolen, welche lauthals durch die schmalen Appenzeller Gassen gerufen wurden, etwa:

«Wem sini Zuekunft? Üsi Zuekunft!» oder «Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft klaut.»

Die Klimajugend Appenzell orientiert sich stark an der nationalen Bewegung. Dass die Demo nicht an einem Freitag stattgefunden hat, hat gemäss Tamara Kalt einen einfachen Grund: «Wir erhofften uns so mehr Teilnehmer.»

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