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«Erstaufführung als Schluss»

Nachgefragt

Mit dem Karfreitagskonzert vom 14. April endet in Heiden eine langjährige Partnerschaft zwischen dem Collegium Musicum Ostschweiz (CMO) und der Internationalen Herzogenberg-Gesellschaft (IHG). Andres Stehli, Geschäftsführer der IHG, erzählt vom prägenden Schaffen des Dirigenten des CMO, Mario Schwarz in Heiden.

Wie kam es ursprünglich zur Zusammenarbeit mit Mario Schwarz?

Bereits seit den 70er-Jahren organisierten wir öffentliche Kon­zerte in der damaligen Pension Nord. Diese nahmen immer professionellere Dimensionen an und wir wurden zu waschechten Veranstaltern von kulturellen Anlässen in Heiden. Dazu gehören auch die Aktivitäten der IHG. Mario Schwarz trat 2004 dem Vorstand des Vereins bei und führte mit seinem Chor fortan unter an­derem Erstaufführungen vom eher unbekannten Komponisten Herzogenberg auf.

Inwiefern prägte Mario Schwarz die Kulturszene in Heiden?

Mit dem Abschied von Mario Schwarz geht eine Konzerttradition zu Ende. Er startete unter anderem die Karfreitagskonzerte oder die Preisträgerkonzerte in Heiden, wo er jungen Preisträgern von 9 bis 14 Jahren mit seinem Chor eine erste Plattform bot. Heiden erlangte durch seine Konzerttätigkeiten weit über die Kantonsgrenze einen speziellen Ruf. Er forschte unermüdlich nach unveröffentlichten Werken bekannter oder weniger bekannten Komponisten und brachte immer wieder Uraufführungen auf die Bühne. Dazu gehörte auch das Musikwerk «Henry Dunant. Ein dramatisches Menschenleben», zu dem alt Bundesrat Hans Rudolf Merz das Libretto schrieb. Es liegt uns sehr am Herzen, ihm für sein Schaffen einen guten Abschied zu bereiten.

Wie verabschiedet sich Mario Schwarz?

Auch zu seinem Abschied setzt er einen markanten Schlussakzent: Am Karfreitag führt er mit Chor und Orchester des CMO zwei Werke auf. Das erste Stück der Vorstellung ist eine Erstaufführung von «Missa solemnis» vom tschechischen Organisten, Komponisten und Kapellmeister Franz Xaver Brixi (1732–1771). Das Stück wurde in der Bibliothek des Klosters Ottobeuren gefunden. Auch das zweite Werk von Giovanni Battista Pergolesi (1710–1736) ist eine Uraufführung. «Dixit Dominus» wurde kürzlich vom deutschen Musikforscher Fritz Hägele in der Bibliothek des Beromünster entdeckt. Speziell am Stück des früh verstorbenen Pergolesi ist, dass jeder Psalmvers in einer anderen Instrumentierung vertont ist: Das macht das Stück besonders abwechslungsreich. (jm)

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