Ersatzgeschwächter TVA verliert

Die 1.-Liga-Handballer des TV Appenzell verlieren auswärts gegen den HC Arbon mit 23:27. Mit ein Grund dafür waren die vielen verletzten Spieler.

Thomas Rohrer
Drucken
Teilen
Sandro Wirz war mit sieben Treffern der torgefährlichste Appenzeller. (Bild: thr)

Sandro Wirz war mit sieben Treffern der torgefährlichste Appenzeller. (Bild: thr)

HANDBALL. Die viertklassierten Appenzeller reisten nach Arbon, um nach dem Auftaktsieg in das Jahr 2013 gegen den achtplazierten HC Arbon gleich nachzudoppeln. Die Vorzeichen standen jedoch nicht gut, denn der TVA musste gleich auf vier Stammspieler verzichten.

Hoffnung bis zur 56. Minute

Nichtsdestotrotz durften die Innerrhoder bis kurz vor Schluss auf einen Vollerfolg in Arbon hoffen, als Lars Lämmler in der 56. Minute den Anschlusstreffer zum 22:23 erzielte. Bei der folgenden Offensiv-Aktion patzte Arbon, und Stefan Metzler hatte die Chance, beim schnell lancierten Gegenangriff aus bester Ausgangslage den Ausgleich zu erzielen. Arbons Torhüter Silas Höhener parierte jedoch den Schuss. Diese Szenen waren der Ausgangspunkt einer einseitigen Schlussphase zugunsten des Heimteams. Arbon zog bis auf 27:22 davon. Sandro Wirz, mit sieben Treffern der torgefährlichste Appenzeller, blieb nur noch die Ehre des letzten Treffers zum Endstand von 27:23. Beim TV Appenzell war in den letzten fünf Spielminuten die Luft draussen. Was war passiert?

Rückstand hinterhergelaufen

Bereits früher im Spiel sah es zweimal danach aus, als müssten die Innerrhoder ohne Punkt nach Hause fahren: Zum ersten Mal, als die Arboner in der Mitte der ersten Halbzeit immer stärker wurden und mit drei Treffern auf 9:6 davonzogen. Das zweite Mal, als in der Mitte der zweiten Halbzeit die Arboner während zehn Minuten mit bis zu fünf Treffern in Front lagen und das Spieldiktat an sich rissen. Der TV Appenzell liess sich jedoch durch die Rückstände nicht beunruhigen und kämpfte sich zweimal zurück ins Spiel. Die erste Halbzeit ging ausgeglichen mit dem Stand von 10:10 zu Ende, und der Fünf-Tore-Rückstand von 21:16 aus der 48. Minute war in der 56. Minute beim Stand von 23:22 beinahe wieder wettgemacht.

Energie verpufft

Durch die beiden kräftezehrenden Aufholjagden verpufften die Gäste viel Energie, was sich in der Schlussphase bemerkbar machte. Auch fehlte die nötige Abgeklärtheit in den entscheidenden Situationen. Der TVA vermochte nicht zu vertuschen, dass gleich vier Stammspieler nicht mittun konnten; mit den beiden Neffs fehlten schliesslich die besten TVA-Torschützen der Saison. Umso erfreulicher ist es, dass der TVA das Spiel für lange Zeit ausgeglichen gestalten konnte. Der Schlüssel dazu lag vor allem in der guten Defensivleistung. Der Offensivabteilung des HC Arbon wurden nahezu keine sogenannten «einfachen» Tore ermöglicht. Das Heimteam konnte kaum Lücken in die Innerrhoder Defensive reissen und scheiterte auch mehrfach am glänzend parierenden Christian Geisser.

Neue Verantwortlichkeiten

In der Offensive mussten aufgrund der Abwesenheiten andere Spieler die Verantwortung übernehmen. Gut in Szene setzten sich neben Sandro Wirz insbesondere die beiden Flügelspieler Fabian Wüthrich und Sven Lämmler mit je sechs Treffern. Die gute Leistung der Mannschaft genügte jedoch letztlich nicht, um die Arboner in ernsthafte Bedrängnis zu bringen. Die Appenzeller, die an der Seitenlinie von Christian Hamm betreut wurden, bleiben trotz der Niederlage auf dem vierten Tabellenrang.

Aktuelle Nachrichten