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Ersatz für 48jähriges Hebewerk

In diesen Tagen wurde die kleine Hebeschnecke in der ARA Wattwil ersetzt. Bis im kommenden Frühjahr sollen auch die beiden grösseren Hebeschnecken ebenfalls ausgetauscht werden.
Sabine Schmid
Diese Woche wurde das neue Hebewerk in die Kläranlage Wattwil geliefert. (Bild: Martin Knoepfel)

Diese Woche wurde das neue Hebewerk in die Kläranlage Wattwil geliefert. (Bild: Martin Knoepfel)

400 000 Betriebsstunden hat die kleinste Hebeschnecke in der Wattwiler Kläranlage geleistet. Seit deren Inbetriebnahme 1968 ist sie fast durchgehend gelaufen und hat unzählige Kubikmeter Wasser vom Einlaufkanal in den Klärkanal transportiert. «95 Prozent der Wassermenge, die wir hier klären, läuft über die kleinste der drei Hebeschnecken», erläutert Klärwärter Rolf Salzmann. Nur wenn bei starkem Regenfall grössere Wassermengen anfallen oder Revisionsarbeiten anstehen, werden die grösseren Hebeschnecken angeschaltet.

Vor rund zwei Wochen war nun aber Schluss. Die kleinste Hebeschnecke und ihr Getriebe wurden ausgebaut und verschrottet. In einem ersten Schritt wurde der Betontrog, in welchem die Hebeschnecke plaziert ist, saniert. «Das Wasser hat den Beton angegriffen», nennt Rolf Salzmann einen Grund für die Arbeiten. Mit dem Abtragen des alten Trogs wurde der Einbau des neuen vorbereitet. «Heute wird die Hebeschnecke mit einem Trog aus Stahlblech geliefert. Dieser wird an den vorbereiteten Standort gesetzt und mit Beton hintergossen», sagt Rolf Salzmann. Im Gegensatz zum früheren Verfahren könne die Hebeschnecke dadurch schneller montiert werden. Schliesslich wird ein neues Getriebe installiert und die elektrische Steuerung erneuert.

Ab November, schätzt Rolf Salzmann, wird die neue Hebeschnecke in Betrieb sein. In den kommenden Monaten werden die mittlere und die grösste Hebeschnecke ebenfalls komplett erneuert. Im kommenden März soll die Sanierung des Hebewerks abgeschlossen sein.

Betrieb der Kläranlage muss gewährleistet sein

«Es ist nicht möglich, alle drei Hebeschnecken gleichzeitig zu sanieren, denn trotz der Arbeiten muss die Kläranlage laufen», sagt Rolf Salzmann. Bei vollem Betrieb pumpen die drei Hebeschnecken pro Sekunde 800 Liter Schmutzwasser in die Klärkanäle. Dies entspricht vier gefüllten Badewannen. Aber, relativiert Rolf Salzmann, in seinen 16 Jahren als Wattwiler Klärwärter sei das lediglich einmal vorgekommen.

Die Gemeinde Wattwil habe sich überlegt, das Hebewerk zu sanieren. «Die Getriebe der Schnecken sind aber auch bald 50jährig, und es gibt einige Ersatzteile nicht mehr. Gleichzeitig kann der Energieverbrauch mit den heutigen Anlageteilen verbessert werden. Zudem wissen wir nicht, ob und wie sehr die Hebeschnecken von innen her korrodiert sind», sagt Rolf Salzmann. Der finanzielle Vorteil der Sanierung wäre gering gewesen. Die Bürger der Gemeinde Wattwil haben im Rahmen des Budgets 2016 für die Erneuerung des Hebewerks einen Beitrag von 800 000 Franken gesprochen.

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