Gaiser Ausflugsrestaurant Sommersberg im neuen Gewand 

Nach einem Neubau eröffnet das Ausflugsrestaurant Sommersberg ob Gais wieder. Das Eröffnungsfest muss wegen der Coronapandemie aber verschoben werden. 

Karin Erni
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Das Wirtepaar Martin und Silvia Zellweger vor dem Neubau.

Das Wirtepaar Martin und Silvia Zellweger vor dem Neubau.  

Bild: ker

An Auffahrt nimmt das Ausflugsrestaurant Sommersberg seinen Betrieb wieder auf. Das Haus mit dem prächtigen Blick in den Alpstein und ins Rheintal wurde von den Besitzern Martin und Silvia Zellweger anstelle der alten Wirtschaft erstellt. Die Bausubstanz hatte heutigen Anforderungen an einen Gastwirtschaftsbetrieb nicht mehr genügt.

In der gemütlichen, mit viel Holz gestalteten Gaststube und dem Stübli finden in normalen Zeiten 44 Personen Platz. Mit der derzeit geltenden Abstandsregelung sind es gerade noch 20. Zum Glück steht zusätzlich eine grosse Gartenterrasse zur Verfügung. Hier angrenzend soll im Herbst auch noch ein Spielplatz entstehen.

Ganze Familie hilft mit

Die Küche ist das Reich von Silvia Zellweger. «Die Herausforderung ist, die Speisekarte so zu gestalten, dass auch bei Grossandrang alle Gäste schnell bedient werden können», ist die Gastgeberin überzeugt. Um das zu bewerkstelligen, plant sie an schönen Wochenenden ein gutbürgerliches Menü anzubieten. Auch typisch Appenzellisches wie Siedwürste mit Chäschnöpfli stehen auf der Karte. Einen weiteren Schwerpunkt sollen Gerichte wie Burger oder Geschnetzeltes aus Weiderind vom eigenen Hof bilden.

Für Kalorienbewusste sind verschiedene Fitnessteller geplant. An einer modernen Glacéstation lassen sich schnell und einfach Coupes herstellen. Eine Saisonangestellte und diverse Aushilfen besorgen den Service. An schönen Tagen hilft die ganze Familie mit. Ein Eröffnungsfest kann derzeit aufgrund der Covid-Verordnung nicht gemacht werden, soll aber zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden, erklären die Gastgeber.

Das Restaurant ist im Sommer von 9 bis 21 Uhr geöffnet. Montag und Dienstag sind Ruhetage. Im Winter von November bis Ende März von 9 bis 18 Uhr. Am Freitag und Samstag bis 21 Uhr. Für angemeldete Gruppen ab 15 Personen wird auch ausserhalb der Öffnungszeiten, geöffnet.

Haus um zwei Meter verschoben

Martin und Silvia Zellweger konnten die Wirtschaft mit dem Landwirtschaftsbetrieb im Jahr 2005 von der Mutter und deren Bruder kaufen. Der gesamte Betrieb blieb noch bis im letztem Frühjahr verpachtet. Die Realisierung des Neubaus erwies sich als nicht ganz einfaches Unterfangen. Martin Zellweger:

«Weil das Haus in der Landwirtschaftszone liegt, waren verschiedene Stellen involviert. Zudem mussten wir das Projekt mehrmals ändern, bis der Kanton schliesslich zufrieden war.»

Nun steht das neue Haus wegen des Waldabstands um zwei Meter verschoben, ist aber wie das ursprüngliche Gebäude, an den bestehenden Stall angebaut. Im unteren Stock befindet sich das Restaurant mit moderner Küche, im oberen Stock wohnt die Familie Zellweger. Denn Landwirtschaftsbetrieb führen die zusammen mit dem Sohn, der den ehemaligen Hof im Schachen/Rietli übernommen hat.