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ERÖFFNUNG: Neues Zuhause für Demenzkranke

Die Sanierungs- und Umbauarbeiten im Haus Waldegg der Stiftung Altersbetreuung Herisau sind abgeschlossen. Im Gebäude gibt es viele Neuerungen. Heute Samstag ist Tag der offenen Tür.
Roger Fuchs
Max Nadig, Präsident der Stiftung Altersbetreuung Herisau, und Geschäftsführer Andreas Spitz in der neuen Pflegeoase. (Bild: RF)

Max Nadig, Präsident der Stiftung Altersbetreuung Herisau, und Geschäftsführer Andreas Spitz in der neuen Pflegeoase. (Bild: RF)

Roger Fuchs

roger.fuchs@appenzellerzeitung.ch

Die Stiftung Altersbetreuung ­Herisau steckt mitten in einer ­grossen Bauphase. Mit der Sanierung und dem Umbau des Hauses Waldegg konnte eine erste Etappe abgeschlossen werden. 6,2 Millionen Franken wurden investiert. Insgesamt werden 33 Millionen Franken verbaut. In den nächsten zwei Monaten soll die Tiefgarage West mit Zufahrt vor dem heutigen Haupteingang fertig werden. Dritte Etappe ist dann der Neubau Tanneck mit 50 Mietwohnungen mit individueller Pflege und Betreuung, wie Stiftungsratspräsident Max Nadig sagt.

Vorerst wird nun der Abschluss der ersten Etappe gefeiert. Heute kann sich die Bevölkerung von 10 bis 15 Uhr ein Bild davon machen. Während es im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss gemäss Stiftungsratsmitglied Ernst Bischofberger einige wenige Eingriffe in die Bausubstanz gab, wurde das zweite und dritte Obergeschoss im knapp 40 Jahre alten Bau komplett ausgekernt und neu realisiert.

Wie Geschäftsführer Andreas Spitz festhält, hat die Waldegg künftig ganz verschiedene Zwecke zu erfüllen. Gut 40 Menschen mit Demenz werden in zwei neuen Wohngruppen ein Zuhause finden. Bislang hatte man Platz für rund 20 Bewohnerinnen und Bewohner. Im dritten Obergeschoss steht der Institution auf knapp 1000 Quadratmetern ein neues ambulantes Angebot als Tages- und Nachtstruktur zur Entlastung pflegender Angehöriger zur Verfügung. In mehreren Ateliers wird ein Aktivierungs-, Therapie- und Beschäftigungsprogramm angeboten. Dabei ist ein Klangstudio ebenso zu finden wie ein Holz- und Metallatelier, eine Bibliothek, ein Kochstudio oder ein Internetcafé. Alle 200 Bewohnerinnen und Bewohner der Stiftung Altersbetreuung werden an diesen Beschäftigungen teilnehmen können. Ausserdem ist gemäss Andreas Spitz geplant, dass dereinst bis zu 15 Externe aufgenommen werden können.

Alle Stockwerke sind so konzipiert, dass die Bewohnerinnen und Bewohner rundherum laufen können. Auffallend bei einem Augenschein ist auch die grosse, in die Waldegg integrierte Hausapotheke. Sie hätten früher bereits eine solche gehabt, sagt Detlef Schmidt, Leiter Pflege und Betreuung. Allerdings sei diese deutlich kleiner gewesen und hätte nicht mehr den heutigen Anforderungen und Richtlinien betreffend Lagerung und Bewirtschaftung von Arzneimitteln entsprochen. Eine weitere Augenfälligkeit ist die neue Pflegeoase. Hierbei handelt es sich um eine Wohnform, welche den spezifischen Bedürfnissen von Menschen mit einem sehr hohen Pflege- und Unterstützungsbedarf sowie Einschränkungen in der Kommunikation und Beweglichkeit gerecht werden soll. Drei frühere Bewohnerzimmer wurden für die Pflegeoase zu einem einzigen Wohn- und Schlafraum für bis zu sechs Personen zusammengeführt. Die Bettelemente sind modular aufgebaut und flexibel einsetzbar. Ob jemand für diese Wohnform geeignet ist, wird sich jeweils erst im Verlaufe der Zeit zeigen. Das heisst: Niemand wird von Beginn weg in der Pflegeoase aufgenommen. Detlef Schmidt spricht bei der Oase von einem noch geschützteren und enger betreuten Rahmen als in einer klassischen Wohngruppe. Im Erdgeschoss findet sich neu eine Hauskapelle sowie ein zeitgemässer Physiotherapieraum, und für die Mitarbeitenden wurde ein Trainingsraum zur Prävention realisiert.

Die Bauzeit beim Haus Waldegg betrug sechs Monate. Verantwortet hat den Umbau die rsp Bauleitung AG aus Herisau. Nach dem heutigen Tag der offenen Tür soll Leben ins Gebäude ­einziehen. «Am Montag werden die ersten Bewohnerinnen und Bewohner erwartet», sagt Max Nadig.

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