Eröffnung Ende 2022
Erste Innenausbauarbeiten bereits erfolgt: Migros-Neubau in Herisau auf Kurs

Die Bauarbeiten an der Kasernenstrasse 18 in Herisau schreiten voran. Gespräche mit Interessenten für die Ladenflächen werden immer konkreter. Für die 45 Wohnungen interessieren sich bereits 200 Personen.

Ramona Koller
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Wo vor einigen Monaten noch ein tiefes Loch klaffte, nimmt heute der Neubau der Migros Ostschweiz Form an.

Wo vor einigen Monaten noch ein tiefes Loch klaffte, nimmt heute der Neubau der Migros Ostschweiz Form an.

Bild: Toni Küng

Im September 2019 wurde mit dem Rückbau des alten Migros-Gebäudes in Herisau begonnen. Heute, genau zwei Jahre später, wird bereits die Decke über dem zweiten Obergeschoss erstellt. In der Tiefgarage und im Erdgeschoss laufen zudem erste Innenausbauarbeiten, wie Silke Seichter, Leiterin Baukommunikation Migros Ostschweiz, erklärt.

Ladengeschäfte, ein Restaurant und ein Fitnesszentrum

Im Oktober werden voraussichtlich weitere Informationen zu kommerziellen Mietern im Neubau bekannt gegeben. Gespräche dazu seien noch im Gange. Für Dienstleistungen und Verkauf sind im Einkaufszentrum Flächen von rund 1600 Quadratmetern vorgesehen. Zum Angebot des künftigen Migros-Einkaufszentrums in Herisau gehören unter anderem ein Restaurant mit 150 Aussen- und Innensitzplätzen und ein Activ Fitness-Trainingszentrum auf rund 1000 Quadratmetern.

Die Kundinnen und Kunden erwartet künftig eine Sortimentspräsentation auf 2300 Quadratmetern. Dazu werden eine weitläufige Früchte- und Gemüseabteilung, bediente Fleisch- und Käsetheken sowie eine Hausbäckerei gehören. In den Regalen zu finden werden auch ausgewählte Artikel aus melectronics- und Do it + Garden Migros-Sortiments sein.

200 interessieren sich für Wohnungen

Der Migrosneubau wird 45 2,5-, 3,5- und 4,5-Zimmer-Wohnungen im Minergiestandard beherbergen. Die Mietverträge werden ab Oktober abgeschlossen. Auf der Interessentenliste befinden sich laut Seichter rund 200 Personen. Über den Einkaufsgeschossen bilden die drei Wohnkörper eine Art Hof, der von den Bewohnern in vielfältiger Weise genutzt und belebt werden kann. Seichter führt aus:

«Es entsteht ein attraktiver, innerstädtischer Raum mit viel Grün. Die grosszügigen Wohnungen bestechen unter anderem durch ihre einfache Struktur.»

Ein künftiges optisches Highlight wurde bereits mit der Decke im Einkaufszentrum gesetzt. Nicht nullachtfünfzehn und mit Verbindung zur Region, das sei der Auftrag der Migros Ostschweiz an den Architekten Silvio Clerici von RLC Architekten gewesen. Auf der Suche nach konkreten Umsetzungsmöglichkeiten seiner Idee, einer Appenzeller Stickerei, habe er sich von Vorlagen in alten Musterbüchern im Archiv des Appenzeller Volksunde-Museums in Stein inspirieren lassen.

Die Gestaltung der Decke ist an Appenzeller Stickereien angelehnt.

Die Gestaltung der Decke ist an Appenzeller Stickereien angelehnt.

Bild: PD

Wichtig sei es gewesen, ein repetitives Muster zu finden, das sich gut umsetzen lässt und dessen Wirkung durch Beleuchtung und Entrauchungsvorgaben nicht beeinträchtigt wird. Und so zeigt das Gewählte nun ein typisches, früher auf Schürzen und Tischdecken eingesetztes Blütenmuster, das mit seiner feinen, ruhigen Anmutung für eine zeitgemässe Verbindung von Moderne und Tradition sorgen soll. Realisiert wird es in der Farbe von farblos eloxiertem Aluminium.

Nach wie vor soll der Neubau Ende 2022 eröffnet werden können. Abgesehen von einer leichten Verzögerung durch den starken Schneefall im vergangenen Winter liege man im Zeitplan.