Erlebnisweg in schlechtem Zustand

Im Sommer 2007 hat der Natur- und Vogelschutzverein Bütschwil den Erlebnisweg Zuckenmatt feierlich eröffnet. Der in Zusammenarbeit mit Bütschwiler Schulklassen erstellte Weg ist mittlerweile in einem schlechten Zustand. Diesen Frühling soll er wieder in Stand gestellt werden.

Matthias Giger
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Die Informationstafeln am Naturerlebnisweg Zuckenmatt in Bütschwil sind nicht mehr im besten Zustand, im Frühling werden sie erneuert. (Bilder: Matthias Giger)

Die Informationstafeln am Naturerlebnisweg Zuckenmatt in Bütschwil sind nicht mehr im besten Zustand, im Frühling werden sie erneuert. (Bilder: Matthias Giger)

BÜTSCHWIL. Der Zuckenmattweiher ist für viele Bütschwilerinnen und Bütschwiler ein Naherholungsgebiet, ein Ort als Ziel oder Zwischenziel für einen sonntäglichen Spaziergang. Der Weiher ist aber auch ein interessantes Biotop. Und so hatte der Natur- und Vogelschutzverein Bütschwil unter der Federführung von Sylvia Baumann – bis vor kurzem Präsidentin – eins und eins zusammen gezählt. Die Idee für einen Erlebnisweg ausgehend vom Zuckenmattweiher war geboren.

Leck im Weiherdamm

In Zusammenarbeit mit Bütschwiler Primarschülern und deren Lehrerinnen und Lehrer setzte der Natur- und Vogelschutzverein das Projekt um. «Ich erinnere mich noch gut an die Enttäuschung in den Gesichtern der Beteiligten, als ich informierte, dass es nun doch kein Rundweg wird. Grund war, dass ein Landbesitzer sich dagegen sperrte», erzählt Sylvia Baumann an jener Lichtung, wo sie an der Eröffnungsfeier im Sommer 2007 jeder beteiligten Schülerin und jedem beteiligten Schüler ein Diplom überreicht hatte. Die Primarschüler hatten die Informationen zu Themen zusammengestellt wie beispielsweise zum Waldboden, zu Wildtieren oder zu den Wasservögeln, die am Zuckenmattweiher anzutreffen sind. Damit erfahren die Spaziergänger etwas über die unmittelbare Umgebung und werden für den Natur- und Vogelschutz sensibilisiert.

Doch der Weg ist inzwischen in einem schlechten Zustand. «Gerade jetzt im Winter, da es nass ist», sagt Sylvia Baumann und sucht den von Pferden zertretenen Weg nach Stellen ab, wo sie den nächsten Tritt hinsetzen kann. Nicht nur der Untergrund des Weges ist schlecht. Schon beim Zuckenmattweiher beginnt Sylvia Baumanns Schadensbilanz. «Der Damm hat ein Leck», sagt Sylvia Baumann und deutet auf eine behelfsmässig abgedeckte Stelle, von wo Plätschern zu vernehmen ist. Dann schwenkt sie ihren Zeigefinger Richtung Strasse, wo sich ein kleines Rinnsal entlang der Strasse seinen Weg in den Dorfbach sucht. Daniel Scherrer, der Besitzer des Zuckenmattweihers und ein Mitglied des Natur- und Vogelschutzvereins, wolle den Damm möglichst rasch reparieren, so Sylvia Baumann. «Er hat deshalb schon schlaflose Nächte», schickt sie hinterher.

Auch an den von Schreiner Ernst Scherrer gezimmerten und von Sylvia Baumanns Ehemann Toni geschindelten Dächern sowie an den darin angebrachten Texte hat der Zahn der Zeit genagt. Die Schindeln sind teils von Flechten bewachsen und teils abgebrochen. Manch ein Pfahl der Tafeln ist morsch. Etliche Informationsblätter hinter dem Plastikschutz sind feucht geworden und haben sich verfärbt.

Der zweite Frühling

Im Frühling will Sylvia Baumann mit Hilfe der Mitglieder des Natur- und Vogelschutzvereins Bütschwil, von Schulklassen und weiteren Helfern den Weg wieder erneuern. «Die morschen Pfähle werden durch solche aus Eichenholz ersetzt, Daniel Scherrer wird den Damm wohl demnächst schon repariert haben und in den Kästchen werden neue Informationsblätter Auskunft über die unmittelbare Flora und Fauna geben», sagt Sylvia Baumann, der dieser Weg sehr am Herzen liegt, nicht nur, weil sie in unmittelbarer Nähe davon wohnt, sondern auch weil die Primarschüler mit eingebunden sind.

«Wenn der Weg wieder in Stand ist, werden die Spaziergänger wohl wieder häufiger den Erlebnisweg entlang gehen, um an den Informationstafeln mehr über den Rotmilan oder den im Riet vorkommenden Falter namens Blutströpfchen zu erfahren», sagt sie am Ende des Weges angekommen.

Der Zuckenmattweiher ist Ausgangspunkt für den Erlebnisweg.

Der Zuckenmattweiher ist Ausgangspunkt für den Erlebnisweg.