Erinnerungen an einst: «Ä Wienacht wie früener»

Über Hundert Kinder und Jugendliche stimmten am Samstagabend am Adventskonzert der Musikschule Toggenburg mit einer breiten Palette von verschiedenen Musikrichtungen ihre Familienangehörigen auf Weihnachten ein.

Elisabeth Scherrer
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NESSLAU. Mit «O du fröhliche» und weiteren weihnachtlich klingenden Stücken erinnerte die Gruppe Cellotime der Musikschule Toggenburg unter der Leitung von Marianne Rascher am Samstag zu Beginn des Konzerts: Weihnachten steht kurz bevor. Nach den jungen Cellistinnen und Cellisten stellten sich Johanna Gubler und Mariella Oberhänsli mutig vors Publikum in der bis auf den letzten Platz gefüllten Nesslauer Kirche. Begleitet von Teresa Kressig am Klavier sangen sie zwei Mundart-Adventslieder von Andrew Bond.

Um die Welt mit Bläsern

Ganz nach dem Motto «Keiner zu klein, mit Geige und Cello die Welt zu erobern», lud das ABC-Orchester unter der Leitung von Ioan Cornelius Gramatic danach zu einer musikalischen Weltreise «Christmas around the world» ein. Bestens passend für die Adventszeit war auch der Auftritt des Panflöten-Ensembles unter der Leitung von Amir Shams und am Klavier begleitet von Thomas Jancso, mit «Salut del amor» und «Three Christmas Carols». Ein besonderer Genuss bot das Trompetensolo von Michael Bösch, der zum «Adagio» von J. M. Molter von Rita Hemmi an der Orgel begleitet wurde. Beim Blockflöten-Ensemble, das normalerweise unter der Leitung von Daniela Höller steht, musste am Adventskonzert kurzfristig Bettina König die Leitung übernehmen – ein Umstand, der die Blockflötenspielerinnen Lena Giezendanner, Salome Geiser, Sabou Stocker und Ramona Löw überhaupt nicht aus der Ruhe zu bringen vermochte.

Aber nicht nur klassische Musik wird an der Musikschule Toggenburg vermittelt, sondern auch die Volksmusik findet dort ihren Platz. Das Schwyzerörgeli-Ensemble, unter der Leitung von Vreni Früh, spielte «A de Ländlerwienacht». Eine gelungene feierliche Klang-Kombination bot Leonie Früh am Hackbrett, begleitet von Livia Baumann an der Orgel und das Akkordeon-Ensemble, ebenfalls unter der Leitung von Vreni Früh, weckte mit dem Lied «Ä Wienacht wie früener» Erinnerungen an noch nicht allzu ferne Zeiten.

Klassisch mit Flöten

Nach den Panflöten und Blockflöten durften auch die Querflöten nicht fehlen. Jael Bösch, Alina Forster und Sandrine Nüssli, am Klavier begleitet von Michaja Bösch, spielten unter der Leitung von Bettina König aus der Sonate in B-Dur von Johann F. Fasch. Den Abschluss des rund anderthalbstündigen Konzerts machte das Intermezzo-Orchester unter der Leitung von Ioan Cornelius Gramatic mit «Partita all ungaresca» von Ferenc Farkas.

Für ihren Auftritt vor grossem Publikum hatten die jungen Musikantinnen und Musikanten fleissig geübt, was ihnen entsprechendes Lob und grossen Applaus einbrachte. Für die Verantwortlichen der Musikschule bedeutet ein Konzert mit so vielen Kindern und Jugendlichen immer auch einen grossen Aufwand. Die Schulleiter Rita Hemmi und Hanspeter Schoch halfen den Musiklehrerinnen und -lehrern beim Umstellen der Formationen im Chor der evangelischen Kirche.

Neben diesem Adventskonzert lädt die Musikschule Toggenburg am Mittwoch, 21. Dezember, um 19.30 Uhr in die katholische Kirche in Lütisburg zum «Sing mit» ein. 130 Kinder, vom Kindergärtler bis zum Sechstklässler, singen bekannte und gern gehörte Weihnachtslieder aus aller Welt.